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AOK: Krankenstand 2019 im Saarland leicht gesunken

Krankmeldungen : AOK: Saarländische Arbeitnehmer 2019 weniger häufig krankgeschrieben

Die Krankenkasse AOK verzeichnet im Saarland für das vergangene Jahr weniger Fehltage bei Arbeitnehmern. Nicht alle Branchen sind gleich stark betroffen.

Saarländische Arbeitnehmer, die bei der AOK Rheinland-Pfalz-Saarland krankenversichert sind, haben sich im vergangenen Jahr weniger häufig und weniger lange krankgemeldet. Der Anteil der Krankgeschriebenen sank auf 6,1 Prozent. Im Jahr davor hatte er noch 6,3 Prozent betragen, wie aus dem Gesundheitsbericht der Krankenkasse hervorgeht. Der Krankenstand lag damit über dem Bundesdurchschnitt von 5,5 Prozent. Die öffentliche Verwaltung hatte mit 8,8 Prozent den höchsten Krankenstand, die Land- und Forstwirtschaft mit 3,5 Prozent den niedrigsten.

Der Anteil der AOK-Mitglieder, die sich einmal oder mehrfach krankmeldeten, betrug 2019 dem Bericht zufolge 52,1 Prozent. Im Jahr davor lag dieser Wert bei 54,4 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall sank um 1,5 Prozent auf 13,7 Tage. Auf jedes AOK-Mitglied im Saarland kamen insgesamt 22,1 Arbeitsunfähigkeitstage – vier Prozent weniger als 2018. Auf 100 Versicherte kamen 161,3 Fehltage. Das waren 5,6 Prozent weniger als 2018. Besonders betroffen waren Beschäftigte in der Metallbearbeitung mit 40,1 und im Straßenbau mit 39,4 Fehltagen. Auf die wenigsten Fehlzeiten kamen mit 4,1 Tagen Beschäftigte, die in der Hochschullehre und -forschung tätig sind.

Die meisten Fehltage verursachten Muskel- und Skeletterkrankungen mit 21,9 Prozent. 12,5 Prozent hingen mit psychischen Leiden zusammen. Der Anteil von Langzeiterkrankungen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 5,4 Prozent. Sie verursachten 46 Prozent aller Fehltage.

Die AOK hatte im Saarland 2019 nach eigenen Angaben rund 96 500 Mitglieder.