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Anke Rehlinger: Saarland plant Entlastung bei Corona-Regeln für Wirtschaft

Rehlinger-Vorstoß nach Kritik der Gastwirte und Hoteliers : Saarland: Lockerung der Corona-Regeln für Restaurants, Cafés und für Veranstaltungen geplant

Die Gastro-Branche hat den Stillstand bei Corona-Regeln im Saarland gerügt. Die Landesregierung stellt Erleichterungen in Aussicht. Was können die Betriebe erwarten?

Ab 1. Oktober soll die Saar-Wirtschaft bei den Corona-Beschränkungen entlastet werden. Das kündigte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Dienstag an. „Unser Ziel ist, für die, die wirtschaftlich tätig sind, eine Erleichterung hinzubekommen“, sagte sie. Im Blick hat sie vor allem die Gastronomie und die Veranstaltungsbranche. Am kommenden Dienstag wolle die Landesregierung dazu Beschlüsse fassen.

Die Gastwirte und Hoteliers im Saarland hatten am Montag Lockerungen gefordert und der Landesregierung Untätigkeit vorgeworfen. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Saarland (Dehoga), Michael Buchna, beklagte, dass mittlerweile alle Bundesländer Erleichterungen für die Branche eingeführt hätten – nur das Saarland nicht. Die Landesregierung verschanze sich in einer „Wagenburg-Mentalität“, sagte Buchna. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hatte sich am Dienstag den Forderungen des Dehoga angeschlossen. „Das Land darf hier nicht auf der Stelle treten, sondern muss schnell praxisnahe Antworten liefern“, sagte Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG im Saarland.

Auf welche entlastenden Regelungen es hinauslaufen könne, sagte Rehlinger nicht. Auf der einen Seite solle dem Infektionsschutz Genüge getan werden, auf der anderen Seite sollten die neuen Bestimmungen „in eine Wirtschaftlichkeit hineinführen“, sagte die Ministerin. So erlaube etwa eine Platzierung von Veranstaltungsbesuchern im Schachbrettmuster keinen wirtschaftlichen Betrieb. Darüber hinaus sollen die Corona-Verordnungen „klarer und einfacher werden“, kündigte Rehlinger an.