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Aktion "Heimat shoppen" soll saarländischen Einzelhandel ankurbeln

Umfrage: Shopping-Frust in der Corona-Krise : „Heimat shoppen“ soll Saar-Einzelhandel ankurbeln

Viele Saarländer vermeiden während der Corona-Pandemie den „Erlebniseinkauf“ durch die Innenstadt. Stattdessen bevorzugen sie die Shoppingtour über das Internet. In keinem anderen Bundesland hat sich die Lust auf einen Einkauf vor Ort so verschlechert wie im Saarland.

Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Konsum- und Verhaltensforschung (IKV) der Saar-Universität hervor. Die bundesweiten Aktionstage „Heimat shoppen“ am 11. und 12. September sollen diesem Trend entgegenwirken.

Hanno Dornseifer, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland, sieht die Kampagne als „Sprachrohr für den saarländischen Einzelhandel“. Ziel der Aktionstage sei es, die Menschen wieder in die Innenstädte zu locken. „Auch die Franzosen, Luxemburger und Rheinland-Pfälzer sind ganz herzlich eingeladen“, sagte er. Profitieren sollen davon neben dem Einzelhandel auch die Gastronomie und Hotellerie.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) erachtet die Aktionstage als „wichtiges Signal zu einem richtigen Zeitpunkt“. „Wenn wir die Kampagne nicht hätten, bräuchten wir sie jetzt“, sagte Rehlinger. Dass die Aktionstage in den letzten Jahren erfolgreich verliefen, stimme sie optimistisch für den Saar-Einzelhandel. Es ist die vierte Auflage. Das System habe sich dadurch „bewährt“, sagte Rehlinger. Wie im vergangenen Jahr ist sie die Schirmherrin.

Aktuell nehmen laut IHK im Saarland 1200 Unternehmen aus 36 Kommunen teil. Damit zählt das kleinste deutsche Flächenland zu den bundesweit aktivsten Regionen. Kooperationsparner sind in diesem Jahr der Sparkassenverband Saar sowie das Möbelhaus Möbel Martin.