Tarifstreit Warnstreik der IG Metall im Saarland geht heute in die nächste Runde – wo die Bänder stillstehen

Homburg/Kirkel/Blieskastel/Neunkirchen/Tholey/Freisen/St. Wendel · Nach dem Warnstreik der IG Metall in Rheinland-Pfalz am Donnerstag, treten heute Beschäftigte im Saarland in den zeitbefristeten Ausstand. Diese Unternehmen sind voraussichtlich betroffen.

Warnstreik im Drahtseilwerk Casar in Kirkel-Limbach​
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Warnstreik bei Casar in Kirkel-Limbach und ZF in Saarbrücken

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Foto: BeckerBredel/IGM Schmidt/bub

In zahlreichen Betrieben im Saarland wollen Beschäftigte am heutigen Freitag, 4. November, erneut die Arbeit niederlegen. Auslöser dafür ist der Tarifstreit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgeber. Bereits am Vortag waren Kollegen im benachbarten Rheinland-Pfalz erneut in einen zeitlich befristeten Ausstand getreten.

Zum Warnstreik hat die Industriegewerkschaft (IG) Metall Mitarbeiter unter anderem in Saarbrücken, Homburg, Neunkirchen und St. Wendel aufgerufen. Unter anderem sind davon nach Gewerkschaftsangaben der Rüstungshersteller Diehl und Thyssen-Krupp betroffen. Die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche wollen damit den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen.

Erster Warnstreik bereits Ende Oktober im Saarland

Bereits am Samstag, 29. Oktober, war es zu ersten Warnstreiks im Saarland gekommen. Da standen die Bänder unter anderem bei ZF-Getriebe in Saarbrücken sowie im Drahtseilwerk Casar in Kirkel-Limbach still.

Warnstreik und anderer Protest an diesen Orten im Saarland

Unter anderem folgende Standorte im Saarland sollen seit Mitternacht von Aktionen zu unterschiedlichen Schichten betroffen sein:

  • Casar in Kirkel-Limbach
  • Hager in Blieskastel
  • Bosch-Rexroth in Homburg
  • MAT in Neunkirchen
  • Hörmann in Freisen
  • STP in Tholey
  • Wolf-Garten in St. Wendel
  • ZF in Saarbrücken
  • Diehl in Nonnweiler

Was die IG Metall fordert – was Arbeitgeber bieten

Bislang konnten sich beide Tarifparteien auch nach der letzten Verhandlungsrunde Ende Oktober nicht auf einen Abschluss einigen. So fordern die Gewerkschafter acht Prozent mehr Gehalt. Die Arbeitgeberseite bietet unter anderem 3000 Euro Einmalzahlung mit einer Tarifvertragslaufzeit von 30 Monaten. Auf ein Ergebnis warten bundesweit 380 000 Menschen in der Metall- und Elektrobranche.