| 21:39 Uhr

Kommunionsstreit
Saar-Theologe Hasenhüttl legt sich wieder mit Marx an

Saarbrücken. Der prominente Saarbrücker Theologe Gotthold Hasenhüttl hat dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx im aktuellen Kommunionsstreit Unglaubwürdigkeit vorgeworfen. Der 84-Jährige verwies in der „Zeit“ darauf, dass der damalige Trierer Bischof ihn vor 15 Jahren als Priester abberufen hatte, weil er Protestanten unerlaubterweise zur katholischen Eucharistie eingeladen hatte. Sein Verhalten sei damals als „Ungehorsam gegen die Lehre“ der Kirche gewertet worden, sagte Hasenhüttl. Inzwischen mache sich Marx „genau dafür stark, wofür er mich einst maßregelte“. Seine Skepsis der katholischen Kirche gegenüber sei „heute größer denn je“, sagte Hasenhüttl, der 2010 aus der Kirche ausgetreten ist.

Der prominente Saarbrücker Theologe Gotthold Hasenhüttl hat dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx im aktuellen Kommunionsstreit Unglaubwürdigkeit vorgeworfen. Der 84-Jährige verwies in der „Zeit“ darauf, dass der damalige Trierer Bischof ihn vor 15 Jahren als Priester abberufen hatte, weil er Protestanten unerlaubterweise zur katholischen Eucharistie eingeladen hatte. Sein Verhalten sei damals als „Ungehorsam gegen die Lehre“ der Kirche gewertet worden, sagte Hasenhüttl. Inzwischen mache sich Marx „genau dafür stark, wofür er mich einst maßregelte“. Seine Skepsis der katholischen Kirche gegenüber sei „heute größer denn je“, sagte Hasenhüttl, der 2010 aus der Kirche ausgetreten ist.


Aktuell wird in Deutschland darüber gestritten, ob evangelische Ehepartner im Einzelfall mit zur Kommunion gehen dürfen. Die Mehrheit der Bischöfe hat sich für eine entsprechende Handreichung ausgesprochen, die bis heute allerdings noch nicht veröffentlicht ist.