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Schluss mit Hin und Her in Berlin: Saar-Regierungschef Hans: Union muss mehr auf die Basis hören

Schluss mit Hin und Her in Berlin : Saar-Regierungschef Hans: Union muss mehr auf die Basis hören

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat die Union aufgefordert, wieder stärker auf die Parteibasis zu hören.

„Die Basis der Partei erwartet, dass wir jetzt wirklich Probleme lösen, dass wir Sacharbeit machen, dass wir uns den drängenden Zukunftsfragen stellen“, sagte Hans am Mittwoch. Er könne Politikverdrossenheit verstehen: „Weil die die Bundesregierung nicht dafür gewählt ist, dass man letztendlich Probleme löst, die man sich selbst geschaffen hat.“

Die Parteibasis wisse „ziemlich genau, wie diese wirklich teils dramatischen Szenen, die sich in Berlin abgespielt haben, dieses Hin und Her in der Migrationspolitik beispielsweise - wie sich das auswirkt auf das Ansehen der Union“. „Da ist wirklich die Zeit gekommen, noch einmal stärker auf das zu hören, was unsere eigene Basis, die uns trägt, darüber denkt.“

Die Union habe viel über die Migrationspolitik und zu wenig beispielsweise über Chancen und Herausforderungen von künstlicher Intelligenz diskutiert. Sacharbeit sei „die beste Methode, sich gegenüber politisch radikalen Kräften zu behaupten, die für alles eine Antwort haben, aber für nichts eine Lösung“, sagte Hans. Dazu sei ein Konsens der Berliner Regierungsparteien dringend nötig: „Das wäre mein Appell, dass man sich auch nach solchen Warnschüssen wie der Bayern-Wahl zusammenrauft und regiert.“

Hans soll an diesem Freitag (19. November) in Neunkirchen auf einem Landesparteitag der CDU Saar als Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer zum neuen Vorsitzenden der Saar CDU gewählt werden. Der 40 Jahre alte Hans ist derzeit der jüngste Ministerpräsident in Deutschland.