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Weihe für ein Wasserbecken

Weihe für ein Wasserbecken

Höchen. Mit einer feierlichen Einsegnung wurde das restaurierte Weihwasserbecken an der Außenmauer der katholischen Pfarrkirche St. Maria Geburt in Höchen offiziell wieder seiner Bestimmung übergeben. Im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst segnete Kaplan Daniel Zamilski im Beisein zahlreicher Gottesdienstbesucher sowie der Messdiener das Becken an der Unterkirche ein

Höchen. Mit einer feierlichen Einsegnung wurde das restaurierte Weihwasserbecken an der Außenmauer der katholischen Pfarrkirche St. Maria Geburt in Höchen offiziell wieder seiner Bestimmung übergeben. Im Anschluss an den sonntäglichen Gottesdienst segnete Kaplan Daniel Zamilski im Beisein zahlreicher Gottesdienstbesucher sowie der Messdiener das Becken an der Unterkirche ein. Hans-Jürgen Stahl, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins "Unser Höchen", erinnerte in seiner Begrüßung noch einmal kurz an die Geschichte des Weihwasserbeckens, das aus der ursprünglichen Höcher Kirche stammt. Seine Entstehung dürfte, so Stahl, etwa in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Die katholische Pfarrkirche Höchen ging aus einem Betsaal hervor, dessen Erbauung um 1800 vorgenommen wurde. 1865 folgte der Umbau zur Pfarrkirche. Aus dieser Zeit stammt auch das Weihwasserbecken, das auf der rechten Seite des alten Kirchenschiffes eingebaut war. Beim Kirchenneubau vor annähernd vier Jahrzehnten wurde das Becken aus der abgerissenen Seitenmauer entnommen. Vor dem Abtransport als Bauschutt wurde das Becken vom Höcher Bürger Otto Lieblang gerettet. Im Rahmen der Ortskernsanierung in den siebziger Jahren erinnerte er sich an das historische Stück. Anlässlich der Ausgestaltung des Vorplatzes der Unterkirche wurde das Becken dann in einer neu errichteten Sandsteinmauer integriert. Nachdem unbekannte Vandalen das kleine Wasserbecken 1990 massiv beschädigt hatten, wurde es auf Initiative des Fördervereins "Unser Höchen" durch die ortsansässige Bildhauerin Bea Krupp mit Unterstützung ihres Arbeitgebers, der Firma Framaco aus Frankenholz, restauriert. Die in Höchen wohnhafte Steinmetzin habe sich bereit erklärt, so der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, in ihrer Freizeit ehrenamtlich für die katholische Pfarrgemeinde tätig zu werden und das Becken wieder in Stand zu setzen (wir berichteten). Bea Krupp hatte den Sandstein bearbeitet, ihn in aufwendiger Handarbeit dem vorhandenen Reststück angeglichen und eingeklebt. "Jetzt hoffen wir, dass das restaurierte Weihwasserbecken in Zukunft von Zerstörungen verschont bleiben möge", erklärte Stahl nach der Einsegnung durch Kaplan Daniel Zamilski. "Wir hoffen, dass das Becken von Zerstörung verschont bleibt."Hans-Jürgen Stahl