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Vorbeugung kann viel verhindern

Vorbeugung kann viel verhindern

Homburg. Der Preisträger des Pflegepreises der Initiative Krankenpflege heißt Jörg Schneider. Der Pflegedienstleiter der Bosenberg-Klinik in St. Wendel wurde gestern anlässlich des 16

Homburg. Der Preisträger des Pflegepreises der Initiative Krankenpflege heißt Jörg Schneider. Der Pflegedienstleiter der Bosenberg-Klinik in St. Wendel wurde gestern anlässlich des 16. Homburger Pflegekongresses von Paul Staut, Pflegedienstdirektor des Universitätsklinikums in Homburg und Vorsitzender der ausrichtenden Initiative Krankenpflege, mit dem mit 2500 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. Schneiders Arbeit, mit der er sich die nunmehr fünfte Vergabe des Preises sicherte, griff das Management von Wundliegegeschwüren (Dekubitus) und Wunden im klinischen Alltag und deren Verhinderung und Heilung auf. "Wir wollen auf der einen Seite, dass Pflegende sich engagieren, dieses Engagement auf der anderen Seite aber auch entsprechend würdigen", so Staut zu den grundsätzlichen Beweggründung für die Schaffung des Homburger Pflegepreises. Staut würdigte Schneider als "innovativen Krankenpfleger" und dessen Arbeit als "professionelles und etabliertes Konzept in der Pflege". Der Vergabe des Homburger Pflegepreises vorangegangen war eine weitere Ehrung. Die betraf das Deutsche Zentrum für Demenzprävention (DIDP) mit Sitz am Universitätsklinikum in Homburg, das durch die Initiative "365 Orte im Land der Ideen" als "Ausgewählter Ort 2010" prämiert wurde. Saar-Gesundheitsminister Georg Weisweiler beleuchtete in seinem Grußwort anlässlich dieser Auszeichnung nachdrücklich den Bereich der Gesundheitsprävention, und dies nicht nur mit Blick auf den Kampf gegen Krankheiten wie Alzheimer, sondern auch mit Bezug auf andere Krankheitsfelder, die vom saarländischen Gesundheitsministerium derzeit mit einem besonderen Augenmerk versehen seien, so die Darmkrebsvorsorge. Mit seiner Rede griff Weisweiler in Teilen auch zentrale Inhalte des eigentlichen Festredners, Professor Konrad Beyreuther, auf. Der "Pionier der Alzheimerforschung" verdeutlichte, dass die Gefahr, an Alzheimer zu erkranken, nicht wesentlich von genetischen Prädispositionen abhinge. "Nicht die Gene beherrschen uns, wir beherrschen unsere Gene", verdeutlichte der Vorsitzende des Netzwerks Alternsforschung seine Schilderungen zu vorbeugenden Maßnahmen, die einen Ausbruch von Alzheimer verzögern wenn nicht sogar verhindern könnten. Beyreuther würdigte in diesem Zusammenhang die Arbeit des vor einem Jahr gegründeten Deutschen Instituts für Demenzprävention - ebenso wie der Laudator Olaf Eisenbeis, Repräsentant der Deutschen Bank als Partner der Initiative "365 Orte im Land der Ideen". Eisenbeis war es dann auch, der den drei Professoren Tobias Hartmann, Klaus Faßbender und Matthias Riemenschneider vom DIDP den Preis überreichte.

Auf einen BlickZum fünften Mal wurde in diesem Jahr der Homburger Pflegepreis vergeben. Anlässlich des 16. Homburger Pflegekongresses der Initiative Krankenpflege erhielt Jörg Schneider, Pflegedienstleiter der Bosenberg-Klinik in St. Wendel, den Preis für die Entwicklung eines Dekubitus (Wundliegegeschwür)- und Wundmanagements. Die Auszeichnung ist mit 2500 Euro dotiert. thw