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Traumhafte Aussichten Rabatte für Familien mit Kindern

Traumhafte Aussichten Rabatte für Familien mit Kindern

Homburg/Nalbach. Der Traum vom eigenen Haus, die Familie treibt er seit sechs Jahren um. Jetzt steht die Erfüllung kurz bevor. Den Zuschlag für ihr Traum-Grundstück haben sie am 1. Juli von der Gemeinde Nalbach erhalten. Mit einem Blick über Nalbach, Saarwellingen bis zur Ensdorfer Bergehalde wird die Familie Dräger-Pitz für ihr langes Warten belohnt. Doch bis dahin war es ein weiter Weg

Homburg/Nalbach. Der Traum vom eigenen Haus, die Familie treibt er seit sechs Jahren um. Jetzt steht die Erfüllung kurz bevor. Den Zuschlag für ihr Traum-Grundstück haben sie am 1. Juli von der Gemeinde Nalbach erhalten. Mit einem Blick über Nalbach, Saarwellingen bis zur Ensdorfer Bergehalde wird die Familie Dräger-Pitz für ihr langes Warten belohnt. Doch bis dahin war es ein weiter Weg.Vor sechs Jahren, als die Idee erstmals aufkam, lebten Angela Pitz und Thomas Dräger-Pitz mit damals zwei Kindern noch in Saarbrücken, in einer Dreizimmerwohnung in Jägersfreude. Da sich das dritte Kind ankündigte, musste mehr Platz her. "Wir wollten eine größere Wohnung", erinnert sich Thomas Dräger-Pitz. Oder ein Haus zur Miete. "Ein schönes, gepflegtes Mietshaus zu finden, ist aber nicht einfach", bemerkt der Familienvater. Rund 1500 Euro Miete hätte die Familie pro Monat bezahlen müssen. "Da haben wir relativ schnell gesagt, wir wollen bauen", wirft seine Frau Angela ein. Doch wo? Die Ausgangsidee war, auf dem Grundstück des Vaters von Thomas Dräger-Pitz in Nalbach zu bauen. Die Erschließungskosten wären aber zu hoch gewesen. Thomas: "Wir hätten unter anderem eine eigene Klärgrube bauen müssen, das wäre zu teuer geworden." Vor etwa fünf Jahren haben sie dann erfahren, dass hinter dem Haus des Vaters ein Neubaugebiet erschlossen werden soll, das heutige Gebiet "Am Zimmerbach". Darauf hat die Familie spekuliert. Außerdem passt die Familie ideal zu den sozialen Auswahlkriterien der Gemeinde. Denn die Gemeinde Nalbach will in dem Baugebiet im Ortskern junge Familien ansiedeln. Als Förderung gibt es Rabatte auf den Grundstückspreis. Im Fall der Familie Dräger-Pitz sind das 30 Prozent. Der Bürgermeister der Gemeinde, Patrik Lauer, verspricht sich davon eine Belebung des Ortskerns, auch für die Zukunft (siehe Interview). Bereits im Februar 2005 wurden die Landeinbringer von der Gemeinde angesprochen, einer Übertragung ihrer Grundstücke zuzustimmen. Ende März 2007 wurde der Bebauungsplan aufgestellt, Anfang Juni 2008 mit den Erschließungsarbeiten begonnen. Offiziell eingeweiht hat Bürgermeister Patrik Lauer das Gebiet am 19. Juni dieses Jahres (wir berichteten). Das Grundstück der Familie Dräger-Pitz hat 720 Quadratmeter, das Haus 220 Quadratmeter. Für das Grundstück hat die Familie rund 50 000 Euro gezahlt. "Das ist im Vergleich sehr günstig", weiß Dräger-Pitz. Und nicht nur günstig, sondern auch wunderschön, findet die Familie. "Das ist das schönste Stück Land, ganz oben auf dem Hügel und nur von zwei Seiten bebaut", gerät der Nalbacher ins Schwärmen. Das Grundstück ist da, jetzt fehlt nur noch das Haus. Statt für ein Fertighaus, hat sich die Nalbacher Familie für eine individuelle Lösung entschieden. > wird fortgesetzt Herr Lauer, warum haben Sie sich entschieden, das Neubaugebiet im Ortskern und nicht am Ortsrand zu erschließen?Lauer: Das hat zum einen ganz praktische Gründe. Die Chance, das Neubaugebiet vom Umweltministerium genehmigt zu bekommen, war einfach höher, wenn wir es im Ortskern erschließen. Am Ortsrand hätte ich auch nicht so eine schöne grüne Fläche gehabt. Außerdem denke ich, dass es die Zukunft der Kommunen ist, junge Menschen im Ortskern zu integrieren. Das ist gut für unsere Vereine und Infrastruktur und macht unseren Ort und das Leben in der Dorfgemeinschaft lebendiger. Gibt es besondere Konditionen für Familien mit Kindern?Lauer: Um junge Familien anzusiedeln, fördern wir sie entsprechend. Sie bekommen von fünf Prozent für ein Kind bis 30 Prozent Rabatt bei vier und mehr Kindern auf den Baupreis. Der beträgt 55 Euro pro Quadratmeter, was, verglichen mit anderen Kommunen, schon sehr moderat ist. Dazu kommen noch 30 Euro pro Quadratmeter für die Erschließungskosten. Acht Bauplätze sind schon weg, elf haben wir aber noch nicht vergeben. Interessierte können sich bei der Gemeinde Nalbach melden. Und es lohnt sich, in Nalbach zu wohnen. Wir bauen derzeit unser Krippenangebot aus und haben eine neue Grundschule mit einer landesweit beachteten pädagogischen Nachmittagsbetreuung. Und gerade das Baugebiet "Am Zimmerbach" ist wunderschön, mit Blick über Nalbach, Saarwellingen bis zur Bergehalde Ensdorf.Was soll in dem Gebiet neben Häusern noch entstehen?Lauer: Auf dem Gebiet sind nur Ein- und Zweifamilienhäuser zugelassen. Und es entsteht dort ein schöner Kinderspielplatz. Die Erholung steht hier im Vordergrund.

Auf einen BlickIn unserer neuen Serie "Wir bauen uns ein Haus" begleiten wir die Familie Dräger-Pitz beim Bau eines Eigenheims im Neubaugebiet "Am Zimmerbach" in Nalbach. Die Familie, das sind Thomas Dräger-Pitz, Polizist, Angela Pitz, Kauffrau für Bürokommunikation, Robin (13), Tara (12), Louisa (6) sowie die Zwillinge Johanna und Maria (3). Wir berichten in weiteren Teilen über die Planungs- und Baufortschritte. Es geht etwa um die Arbeit mit einer Wadgasser Architektin, um Kostenvergleiche für Arbeiten am Haus und um die Finanzierung. dög