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Tivoli soll Grünfläche weichen

Tivoli soll Grünfläche weichen

Blieskastel. Der Blieskasteler Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung gegen die Stimmen der SPD und bei Enthaltung der drei Linken das weitere Vorgehen in Sachen "Malzfabrik" auf den Weg gebracht und den Bebauungsplan beschlossen. Danach soll der Platz nach dem Abriss des "Schandflecks", wie ihn viele Bürger bezeichnen, als Grünlage mit Pkw-Stellplätzen genutzt werden

Blieskastel. Der Blieskasteler Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung gegen die Stimmen der SPD und bei Enthaltung der drei Linken das weitere Vorgehen in Sachen "Malzfabrik" auf den Weg gebracht und den Bebauungsplan beschlossen. Danach soll der Platz nach dem Abriss des "Schandflecks", wie ihn viele Bürger bezeichnen, als Grünlage mit Pkw-Stellplätzen genutzt werden. Wie CDU-Fraktionschef Holger Schmitt dazu erklärte, habe sich die CDU in der Vergangenheit "vorbehaltlos für den Abriss des Schandflecks Tivoli als Grundlage für eine weitere städtische Entwicklung der Altstadt und des Klosterbergs eingesetzt". Ziel der Christdemokraten sei es, das Wallfahrtskloster noch attraktiver zu machen, touristisch aufzuwerten und an die Altstadt anzubinden. Dazu habe man im Stadtrat bereits eine "Rahmenplanung Klosterberg", die das ganze Gebiet mit dem Klosterplateau beleuchte. Der Bebauungsplan sei dafür notwendig. Damit erfülle die Stadt eine wichtige Forderung des Umweltministeriums als Zuschussgeber für die Ruine. Künftig werde das Gebiet als städtische Grünanlage mit Pkw-Stellplätzen ausgewiesen. Auch der Weg zum Kloster werde mit dem Plan gesichert. Die SPD stimmte gegen den von der Stadtverwaltung vorgelegten Bebauungsplan. SPD-Fraktionschef Achim Jesel hatte erklärt, die Sozialdemokraten seien gegen den Bebauungsplan, da man nach Abriss der Malzfabrik an dieser Stelle keinen Pkw-Stellplatz wolle, sondern die Brachfläche solle dann wieder bebaut werden. Wie berichtet, hat sich der Beginn der Abrissarbeiten der Tivoli-Türme in Blieskastel verzögert. Laut Stadtverwaltung sei der Grund, dass eine der beteiligten Firmen gegen das erste Vergabeverfahren eine einstweilige Verfügung erwirkt habe. Eine zweite Ausschreibung zur Vergabe der Arbeiten laufe derzeit, heißt es aus dem Rathaus, so dass das Abriss-Projekt nicht gefährdet sei. Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener habe allerdings entschieden, die verlorene Zeit nicht ungenutzt verstreichen zu lassen, sondern in diesem Zeitraum die Sanierung der Brücke in der Florianstraße am Bahnhof Lautzkirchen durchzuführen, was derzeit noch geschieht. Dadurch könne vermieden werden, dass im Bereich Florianstraße und Bliesgaustraße zwei Baustellen gleichzeitig entstehen und es durch Straßensperrungen zu größeren Verkehrsbehinderungen komme. Nach Angaben der Blieskasteler Stadtverwaltung war bei Kontrollen an der kleinen Brücke in der Florianstraße festgestellt worden, dass deren Standsicherheit nicht mehr voll gewährleistet sei. Die Arbeiten dort sollen bald beendet sein. Die Freigabe der Brücke sei für den Fußgängerverkehr für 14. Oktober, für den Fahrzeugverkehr am 19. Oktober vorgesehen. "Wir sind für den Abriss des Tivoli als Grundlage für eine gute Entwicklung der Altstadt."Holger Schmitt, CDU