Testfahrt : Entspannt dahin rollen im „Stromer“

Mal ausprobieren, wie sich so ein Elektroauto fährt: Beim Einsteigen sieht eigentlich alles aus wie beim „normalen“ Auto auch. Der Schalthebel ist ähnlich wie bei einem Automatik-Auto: Zum Parken und Starten auf N, Fahren auf D, R für den Rückwärtsgang.

Also Bremse treten, N, Knopf drücken. Start, und man hört - nichts. Allenfalls ein Summen. Das ist beim Rangieren auf dem Parkplatz ungewohnt. Denn Passanten zum Beispiel nehmen einen erst wahr, wenn sie das Auto sehen. Deshalb sollen E-Autos auch mit „Sound“ ausgestattet werden.

„Vorsichtig aufs Gaspedal“, empfiehlt der Bekannte, der netterweise sein E-Auto zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Ein sinnvoller Hinweis, denn wenn man voll drauftritt, ist auch gleich die volle Beschleunigung da. Da hängt man manches erheblich „dickere“ Auto an der Ampel ab, ganz ohne quietschende Reifen und heulenden Motor. So man es darauf anlegt. Entspannt dahin rollen hat schließlich auch etwas für sich. Auf der Autobahn beim Überholen ist der schnelle Antritt schon angenehm.

Schnelles Fahren (viel mehr als Tempo 130 ist allerdings nicht drin) und Beschleunigen, gerade am Berg, verbraucht ziemlich Strom. Dank der Anzeige im Display kann man Stromverbrauch und vor allem die Reichweite der Batterie im Blick behalten. So gelangen wir problemlos nach Saarbrücken - es würde auch noch reichen für den Rückweg. Aber einmal Laden muss zum Test auch noch sein. Die „Tankklappe“ ist das vordere Logo, dahinter verborgen ist der Ladeport. Im Schnitt verbraucht das Auto 16 Kilowattstunden (kWh) Strom auf 100 Kilometer, bei durchschnittlich 25 Cent pro kWh sind das vier Euro. Die verschiedenen Bezahlsysteme an den Ladesäulen sind allerdings eine Wissenschaft für sich.

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