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SV Rohrbach will nicht um den Klassenerhalt zittern

Fußball-Verbandsliga : Nur nicht wieder eine Seuchen-Saison . . .

Die Saisonvorbereitung hätte für den Fußball-Verbandsligisten SV Rohrbach mit dem Kreuzbandriss von Max Becker kaum bitterer beginnen können. Nun kommt der SVR aber immer besser in Fahrt – und scheint gerüstet für den Auftakt in knapp drei Wochen beim FC Freisen.

Es hätte so schön sein können, als die Verbandsliga-Fußballer des SV Rohrbach nach einer scheinbar endlosen Zwangspause endlich wieder ins Training einsteigen durften. Doch schon kurz nach dem Auftakt hatte das Verletzungspech den Fußball-Verbandsligisten voll erwischt. Zuerst zog sich Max Becker an seinem bereits vorgeschädigten Knie einen Kreuzband-Riss zu. Und im ersten Testspiel musste der SVR nicht nur eine 2:9-Klatsche gegen Oberligist FSV Jägersburg hinnehmen, Moritz Junk zog sich in der Partie zudem auch noch eine Fußverletzung zu. Bereits in den vergangenen Spielzeiten hatte den Rohrbachern das Verletzungspech wie ein treuer, aber ungebetener Begleiter an den Hacken geklebt.

Der nun für lange Zeit zum Zuschauen verdammte Becker versucht aber, das Positive aus seiner schweren Verletzung zu ziehen. „Ich hatte mit dem Knie schon vorher große Probleme, wollte es mit dem Fußball aber trotzdem probieren. Jetzt ist das Kreuzband gerissen und ich werde gewissermaßen zu meinem Glück gezwungen. Jetzt hoffe ich, dass nach der Operation alles richtig ausheilt“, sagt der Spieler, der sich sehr über die Unterstützung seiner Mannschaftskameraden freut. Die hatten bereits nach dem Spiel gegen Jägersburg mit einem Trikot des Verletzten posiert und den großen Zusammenhalt der Mannschaft demonstriert.

Seit dem Katastrophen-Start in die Saisonvorbereitung sieht es beim SVR mittlerweile generell freundlicher aus – auch was die Testspiel-Ergebnisse angeht. Gegen Landesligist SV Reiskirchen trennte sich Rohrbach mit einem 0:0. Und am Samstag gelang schließlich auch der erste Sieg der Saisonvorbereitung: Im Spiel gegen Landesligist Spvgg. Einöd-Ingweiler behielt der SVR mit 3:1 die Oberhand.

Neuzugänge des St. Ingberter Stadtteilclubs sind Offensivspieler Manuel Niebergall, der vom Saarlandligisten SpVgg. Quierschied kam, und Mittelfeldspieler Yves Becker vom SV Saar 05 Saarbrücken. Bei Saar 05 kam Becker überwiegend in der zweiten Mannschaft (Landesliga) zum Einsatz.

 Rohrbachs Unglücksrabe Max Becker erlitt einen Kreuzband-Riss.
Rohrbachs Unglücksrabe Max Becker erlitt einen Kreuzband-Riss. Foto: Stefan Holzhauser

Ein „halber Abgang“ für die Rohrbacher ist dagegen Johannes Neupert. Er wird aus beruflichen Gründen kürzertreten, behält aber in Rohrbach seine Spielberechtigung und will sich noch soweit einbringen, wie es seine Zeit zulässt. „Wir haben ohnehin mit einem recht kleinen Kader von 19 Mann geplant. Jetzt hoffen wir natürlich, dass wir von weiteren Verletzungen verschont bleiben“, sagt Rohrbachs Trainer Alexander Ogorodnik.

Davon, angesichts der dünnen Personaldecke weitere Spieler zu verpflichten, hält der Trainer aber nicht viel. „Es bringt nichts, den Kader künstlich aufzublähen – und die Hälfte der Jungs ist dann unzufrieden mit ihrer Spielzeit.“

Knapp drei Wochen bleiben Ogorodnik noch, um das Team bis zum Saisonauftakt am Sonntag, 8. August, auf die neue Runde vorzubereiten. Dann tritt der SVR um 15 Uhr beim FC Freisen an. Wie viele seiner Trainerkollegen hat auch Ogorodnik den SV Hellas Bildstock als einen der großen Favoriten auf den Titel in der Verbandsliga ausgemacht. „Auch wenn man erstmal abwarten muss, wie die Mannschaften nach der langen Pause wieder in Tritt kommen“, schränkt der Trainer ein.

Und wie lautet seine eigene Zielsetzung? „Wir wollen gar nicht erst in den Kampf um den Klassenverbleib geraten. Wir streben einen gesicherten Mittelfeldplatz an.“