1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis

SG Hassel will wieder um den Aufstieg mitspielen

Amateurfußball : „Wir werden die Gejagten sein“

In der vergangenen Spielzeit grüßte die SG Hassel in der Bezirksliga von der Tabellenspitze – doch die Runde wurde abgebrochen und nicht gewertet. Nun nimmt die SG einen neuen Anlauf Richtung Aufstieg.

Die Bezirksliga-Fußballer der SG Hassel gehörten in der vergangenen Saison gewissermaßen zu den Verlierern. Zwar waren erst sieben Partien gespielt, als die Runde unterbrochen wurde. Dass die Meisterschaft aber nur über die SG Hassel gehen würde, hatte sich schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison angedeutet. 18 Punkte hatten die Hasseler bereits auf der Habenseite – und grüßten in der Tabelle von ganz oben. Doch aus der Unterbrechung der Runde wurde ein Abbruch. Die Spielzeit wurde nicht gewertet – und die Erfolge der Hasseler blieben ein Muster ohne Wert.

Nun startet das Team einen neuen Angriff. Und die Ziele bleiben ambitioniert. Einen Platz unter den ersten drei peilt Abteilungsleiter David Ranko an. Ein Selbstläufer werde das allerdings nicht. „Wir wissen, dass uns ein starker Kader zur Verfügung steht. Es muss uns aber gelingen, die Jungs nach der Pause wieder fit zu bekommen und schnell Konstanz in unsere Leistungen zu bringen. Wo wir landen, wird auch davon abhängen, ob wir verletzungsfrei durch die Runde kommen“, sagt Ranko.

Ihre Ziele nimmt die SG mit einem breiteren Kader ins Visier. Julian Ilting hat die Fußballschuhe an den Nagel gehängt. Auch Sven Nauhauser steht aufgrund seines Studiums in Bayern nicht mehr zur Verfügung. Neu hinzugekommen sind dagegen Marco Nowacka, Dennis Nowacka, Alessandro Lombardo (alle SF Saarbrücken), Christoph Antes (FC Uchtelfangen), Kai Büchler (TuS Eschringen), Florian Kurtaj (SCV Orscholz), Pascal Steinfels (Rückkehrer aus Karlsruhe), Oliver Bohnert sowie Luca Palermo (beide eigene Jugend).

SG-Spielertrainer Jens Albrecht wollte den Kader bewusst verbreitern, um auf eventuelle Verletzungen reagieren zu können. Denn das Risiko – gerade im Hinblick auf Muskelverletzungen – sei durch die lange Zwangspause deutlich gestiegen. „Wir dürfen nicht gleich zu viel wollen“, weiß Albrecht, der sich in Hassel „bestens aufgehoben“ fühlt und die Unterstützung des Umfeldes lobt. „Wir hatten vergangene Saison zwar nicht viele Spiele, aber in denen haben wir einen guten Eindruck gemacht, standen nicht umsonst ganz oben. Wir werden die Gejagten sein“, glaubt der Trainer.

Auch in den Testspielen bewiesen die Hasseler eine starke Frühform. Lediglich dem Landesligisten SC Bliesransbach unterlag die SG mit 0:2. Vom FC Kleinblittersdorf (2:2) und dem SV Rockershausen (3:3), ebenfalls Teams aus der klassenhöheren Landesliga, trennte sich Hassel jeweils Remis. Daneben feierte die SG Siege gegen die Bezirksligisten SF Heidstock (6:1) und den 1. FC Riegelsberg II (3:2).

Die zweite Mannschaft der Hasseler wurde nun übrigens aufstiegsberechtigt in der Kreisliga A Saarpfalz gemeldet. „In der Kreisliga B Homburg gab es einfach zu wenige Mannschaften. Wir haben einen Kader von rund 40 Mann, die sich die Spielzeit teilen müssen. Wenn die Jungs dann nur eine Handvoll Partien bestreiten, ist das natürlich nicht optimal. Da bestand aus unserer Sicht die Gefahr, dass die Spieler die Lust verlieren. In der Kreisliga A kommen sie deutlich öfter zum Zug“, erklärt Ranko.