Zylinder-Häschen dürfen nochmal feiern

Zylinder-Häschen dürfen nochmal feiern

St. Ingbert. Fast zwei Monate ist es her, dass sich an einem Sonntagnachmittag der Fastnachtszug durch St. Ingbert schlängelte. Genügend Zeit, um nun eine "Nachlese" zu halten und in diesem Rahmen auch die besten Fußgruppen oder Wagen zu prämieren. Rainer Henrich, der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins St

St. Ingbert. Fast zwei Monate ist es her, dass sich an einem Sonntagnachmittag der Fastnachtszug durch St. Ingbert schlängelte. Genügend Zeit, um nun eine "Nachlese" zu halten und in diesem Rahmen auch die besten Fußgruppen oder Wagen zu prämieren. Rainer Henrich, der Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins St. Ingbert, stand noch ganz unter dem Eindruck dieses Ereignisses, an das er sich auch deshalb gern erinnern wird, da es "wie selten, an einem sonnigen Sonntag" stattfand. Mitarbeiter der Feuerwehr, der Polizei, des Technischen Hilfswerks und der Stadt trafen sich in den Räumlichkeiten der Stadtgärtnerei, um über den Ablauf des Zuges zu sprechen. Als problematisch wurde von allen die Musikverteilung im Zug empfunden, da einige Gruppen ihre Beschallung im Vorfeld nicht mitgeteilt hätten, dann aber mit einer "Mordsanlage" im Schlepptau aufgetaucht sind. Für das kommende Jahr wird man sich hier bei den Verantwortlichen etwas einfallen lassen müssen. Aus Sicht von Polizist Christian Schmitt war der Umzug mit je zwei Diebstählen, Körperverletzungen und Ordnungswidrigkeiten "vergleichsweise unproblematisch". Der Dank des THW ging vor allem an den Baubetriebshof, der gute Gitter in ausreichender Anzahl zum Absperren der Strecke zur Verfügung gestellt hatte. Die Gitter wurden in Höhe des Lokals "Loreley" allerdings von einigen Festgästen ausgehebelt. Rainer Henrich zeigte sich erleichtert, dass beim Umzug "nix passiert ist" und richtete seinen Dank auch an den Ortsvorsteher St. Ingbert-Mitte, Ulli Meyer, und seine Mitstreiter, ohne "deren finanziellen Grundstock der Umzug nicht machbar wäre". Meyer wiederum gab den Dank an die Organisatoren zurück, denn "hinter der Heiterkeit der Fastnacht verbirgt sich harte Arbeit". Ebenfalls zufrieden war Henrich mit dem Umsatz der Pins, von denen 1300 Stück verkauft wurden. Doch was wäre so ein Umzug ohne seine Teilnehmer? Nichts! Und deshalb zollte Henrich den eingeladenen "Gruppenführerinnen" der prämierten Fußgruppen besonderen Respekt, "weil wir ohne unsere Frauen mit ihren tollen Ideen und Kostümen die Fastnacht vergessen könnten". Auf den ersten Platz schaffte es die "Lustige Hausmarke", die sich als Häschen im Zylinder präsentierten. Die Fußgruppe "Hühner" machten die Meereswelten zu ihrem Thema und "schwammen" mit Krabben, Oktopussen und Fischen im Zug mit. Die St. Ingberter Feuerwehr baute in Nachtschichten einen Motivwagen, an dem noch kurz vorm Umzug letzte Hand angelegt wurde. Soviel Engagement wurde mit einem dritten Preis bedacht. Nun kann die nächste Fastnacht steigen. Ideen für einen neuen Pin hat Henrich schon. con