Zwischen Biosphäre und Barock

Wer sich für den kulturhistorischen Aspekt der Stadt Blieskastel und des Bliesgaus begeistert, dürfte bei einer Entdeckungstour am 2. Juni auf seine Kosten kommen. Barock und Natur stehen hier im Blickpunkt.

Am Sonntag, 2. Juni, findet von 14 bis 18 Uhr eine Entdeckungstour mit Klaus Friedrich durch das Leyensche Blieskastel und den Bliesgau statt. Wie eine Perlenkette verbindet die "Barockstraße Saar-Pfalz" das verblüffend reiche, regionale Erbe des 17. und 18. Jahrhunderts zur ersten kulturhistorischen Ferienstraße des Saarlandes und der benachbarten Westpfalz. Eine der herausragenden Perlen ist die Altstadt von Blieskastel, die mit rund 150 Einzeldenkmälern zugleich das größte geschlossene Barock-Ensemble Südwestdeutschlands bildet. Eingebettet in die 2009 von der Unesco zum Biosphärenreservat erklärte uralte Kulturlandschaft des Bliesgaus besticht die vormalige Residenzstadt der Reichsgrafen von der Leyen durch ihren ganz eigenen Charme. Beeindruckende Bauwerke, idyllische Winkel und eine überaus spannende Geschichte prägen das beschauliche Städtchen. Bei einer Stadtbegehung lässt sich dieses barocke Kleinod aus ungewöhnlichen Perspektiven und in all seinen Facetten erleben. Dabei erschließt sich die vor allem von der legendären Gräfin Marianne von der Leyen (1745 bis 1804) geprägte Residenz zugleich als Spiegelbild einer die Welt verändernden Epoche zwischen Mittelalter und Moderne. Einen weiteren glanzvollen und für viele sicherlich überraschenden Höhepunkt verspricht der Besuch des Uhrenmuseums "La Pendule". Rund 100 ausgewählte Meisterwerke des 17. und 18. Jahrhunderts versprechen Begegnungen mit - im wahrsten Sinne - "Barocken Zeiten".

Mit dem idyllisch am Niederwürzbacher Weiher gelegenen, geschichts-trächtigen "Anna-hof" lässt sich zudem ein weiteres markantes Juwel an der Barockstraße Saar-Pfalz erkunden. Den Abschluss dieser Halbtagesfahrt zwischen Barock und Biosphäre bildet ein Besuch des herrlich gelegenen Kulturlandschaftszentrums Haus Lochfeld, das modellhaft Vielfalt und Zusammenhänge von Natur, Umwelt und Landschaft erschließt.

Treffpunkt ist am Rendezvous-Platz in St. Ingbert, die Teilnahmegebühr beträgt 15 Euro. Für den Spaziergang zum Haus Lochfeld wird festes Schuhwerk empfohlen.

Um Anmeldung bis zum 24. Mai wird gebeten. Weitere Informationen bei der Geschäftsstelle der VHS St. Ingbert, Kaiserstraße 71, Telefon (06894) 1 37 26 oder vhs@st-ingbert.de