Zwei Orte rücken enger zusammen

Politiker setzen in ihn große Hoffnungen, Radfahrer haben an ihm jetzt schon große Freude: Der Feldwirtschaftsweg zwischen Aßweiler und Ommersheim ist als asphaltierter Radweg eröffnet worden.

Das europäische Radwegeprogramm "Velo vis à vis" ist seit Jahren auch Thema im Saarpfalz-Kreis, mehrere Radwege im Kreis wurden schon ausgebaut. Vor wenigen Tagen wurde nun der Feldwirtschaftsweg von der Landstraße L 107 am Ortsende von Aßweiler in Richtung Ommersheim zum Heidehof am Römerweg zwischen Seelbach und Ommersheim fertig gestellt. Er steht nun auch als Radweg zur Verfügung. Peter Nagel, der erste Kreisbeigeordnete, stellte den neuen Weg nun dem Mandelbachtaler Bürgermeister Gerd Tussing, dem Ortsvorsteher von Aßweiler, Karlheinz Kunkler, und den Kreistagsmitgliedern Roland Engel und Kurt Schwan vor. Anwesend waren auch der Vorsitzende des Aßweiler Arbeitskreises Heimatgeschichte, Horst Witte, und Frank Becker, Geschäftsführer der Firma Terrag, die in Aßweiler eine Tongrube betreibt.

Wie Nagel ausführte, handelte es sich nun um einen Lückenschluss im Radwegenetz, der bereits vor Jahren auf Initiative von Roland Engel in das Radwege-Förderprogramm aufgenommen wurde. Wegen der überregionalen Bedeutung dieses Radweges hätten sich alle Beteiligten für eine Asphaltierung ausgesprochen. Die ausgebaute Wegestrecke sei 1300 Meter lang und hätte 148 000 Euro gekostet. Die Kosten würden durch EU-Mittel aus dem EFRE-Regionalfonds und aus dem Interreg-Programm "Velo vis à vis" getragen. Das grenzüberschreitende Radwegenetz werde zwischen französischen Partnern im Bereich des Départements Moselle, dem Regionalverband Saarbrücken und dem Saarpfalz-Kreis betrieben, die Beschilderung werde demnächst erfolgen. In den touristischen Radwegekarten sei der Weg bereits aufgenommen, betonte Nagel.

Der Radweg liegt auf der Gemarkung Mandelbachtal, und so war auch Bürgermeister Gerd Tussing dankbar für diese Investition, die die Gemeindekasse nicht belastet. Ortsvorsteher Kunkler sieht einen lang gehegten Wunsch zahlreicher Aßweiler Bürger erfüllt, denn der neue Weg eignet sich auch sehr gut zum Wandern rund um die Gemeinde, und auch die Landwirtschaft werde von diesem Ausbau profitieren. Horst Witte, der Vorsitzende des Aßweiler Arbeitskreises Heimatgeschichte, erwähnte, dass es sich bei diesem Weg um die frühere Alte St. Ingberter Chaussee handelt. Roland Engel bedankte sich bei Peter Nagel und Frank Becker von der Terrag AG, dass es gemeinsam gelungen sei, auch noch eine wichtige Wegeverbindung vom Radweg aus zum Parkplatz an der Landstraße zwischen Aßweiler und Seelbach herzustellen. Dieser Weg wurde als wassergebundener Flurweg angelegt, die beiden Wege könnten nun auch als touristische Anbindung an das in unmittelbarer Nähe geplante Leader-Projekt "Bagatelle-Schweizerei Aßweiler-Seelbach" der Grafen von der Leyen genutzt werden.