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Zwei filmisch umgesetzte Sozialdramen

Zwei filmisch umgesetzte Sozialdramen

Große Filmkunst in der Kinowerkstatt St. Ingbert: Zu sehen sind die Streifen „La Finca Humana“ von Brian Olson und Produzent Rolando Lopez und „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ von Autor Edward Albee, der kürzlich verstarb.

. Zur Aufführung ihres Filmes "La Finca Humana" am Freitag, 23. September, um 19 Uhr sind der Regisseur Brian Olson (USA) und der Produzent Rolando Lopez in der Kinowerkstatt anwesend und stehen anschließend zum Publikumsgespräch zur Verfügung.

Die Kinoaufführungen in Sankt Ingbert werden durchgeführt mit Unterstützung von Fairtrade Deutschland, der Fairtrade Initiative Saarbrücken, der Kampagne "Faire Schulklasse - Klasse des Fairen Handels", der Kinowerkstatt Sankt Ingbert e.V., der Mittelstadt Sankt Ingbert und dem Weltladen St. Ingbert .

Der Dokumentarfilmer Brian Olson fand in Honduras faszinierende Menschen und verliebte sich in ihre Vision eines friedlichen Honduras: In ihrem mitreißenden Dokumentarfilm vermitteln Rolando Lopez und Brian Olson den Kampf einer Gruppe honduranischer Kleinbauern um eine neue Gesellschaft. Denn Honduras zählt zu den unsichersten Ländern der Welt: Armut, hohe Arbeitslosigkeit, terrorisierende Jugendbanden , sehr geringe Schulabschlussrate, Morde, Überfälle, Vergewaltigungen, Einbrüche, Entführungen, Drogengewalt und Korruption sind negative Standards. Die beiden legalen Exportschlager sind Kaffee und Bananen.

Gegenwärtig führt eine kleine Gruppe um Rodolfo Peñalba eine friedliche Revolution ohne Waffen nach der Philosophie "The Human Farm" von Alias Sanchez. Schulen, Vereine, Weltläden, Verbände und Kinos können den Filmemacher und den Produzenten buchen. So kann die ganzheitliche friedliche Revolution um den Geschäftsführer der bio- und Fairtrade-zertifizierten Kooperative - COMSA Honduras, hautnah miterlebt werden.

Die Kinowerkstatt zeigt zum Tode von Edward Albee am Samstag, 24. September, um 20 Uhr "Wer hat Angst vor Virginia Woolf " (USA 1966) von Regisseur Mike Nichols mit Liz Taylor und Richard Burton .

Mit "Wer hat Angst vor Virginia Woolf " wurde er berühmt. Nun ist der amerikanische Autor Edward Albee mit 88 Jahren gestorben. Die Stücke des wohl einflussreichsten Dramatikers seiner Generation hielten dem modernen Amerika den Spiegel vor. Dreimal wurde Albee mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

"Die Menschen dazu bringen, mehr auf die Dinge zu achten, auf die sie achten sollten", sagte Albee 2012 in einem Interview über seine Rolle als jemand, der ein Leben lang für das Theater lebte und schrieb.

Wie auch in anderen frühen Werken übt Albee in dem Stück gnadenlos Kritik am "American Way of Life", an der Hohlheit gesellschaftlicher Konventionen und moralischer Fassade. Seine Protagonisten George und Martha, ironisch nach dem US-Vorzeigepräsidenten George Washington und seiner Frau benannt, liefern sich auf Kosten eines anderen Paares ein hasserfülltes und doch seltsam vertrautes Ehegefecht. Albee provozierte und kommentierte die Welt mit beißendem, hinterlistigem Humor.

1966 entstand die, mit dem Oscar ausgezeichnete, Adaption des gleichnamigen Theaterstücks von Edward Albee , gleichzeitig das Regiedebüt des US-amerikanischen Regisseurs Mike Nichols ("Die Reifeprüfung"). In den Hauptrollen sind Liz Taylor und Richard Burton zu sehen, die bei der Verfilmung auf Erfahrungen aus ihrer eigenen turbulenten Beziehung zurückgreifen konnten.