Zahl der Unfälle ist leicht gestiegen

Zahl der Unfälle ist leicht gestiegen

Die St. Ingberter Polizei hat die Unfallstatistik für das vergangene Jahr vorgestellt. Die Gesamtzahl ist mit 1330 Unfällen im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Mit weitem Abstand ereigneten sich die meisten Unfälle an Kreuzungen und Einmündungen, gefolgt von Unfällen auf der A 6.

Christian Schmitt, stellvertretender Inspektionsleiter der St. Ingberter Polizeiinspektion, stellte die Verkehrsunfallstatistik für 2015 vor. Darin sind auch zwei Verkehrstote zu beklagen.

Schmitt betonte, dass die Unfälle mit Todesopfern für die Polizisten vor Ort immer sehr belastend seien. "Das macht uns allen zu schaffen", so Schmitt. Er berichtete auch, dass es vergangenes Jahr in St. Ingbert insgesamt 1330 Unfälle gegeben habe. Das sind 43 Unfälle mehr als 2014. Schmitt informierte, dass es saarlandweit im Vorjahr 33 634 Unfälle gegeben habe. Bei 1179 der Unfälle in St. Ingbert gab es nur Sachschaden, 151-mal Personenschaden. Da besonders die jüngeren und älteren Fahrer immer wieder in der Diskussion stehen, für etliche Verkehrsunfälle verantwortlich zu sein, präsentierte Schmitt die Zahl der 151 Verkehrsunfälle mit Personenschaden mit Blick auf unterschiedliche Altersgruppen.

Schmitt: "Die Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren haben vergangenes Jahr 28 der 151 Unfälle verursacht. Die 25- bis 34-Jährigen 25, die Gruppe der 65- bis 74-Jährigen elf, die Fahrzeugführer über 75 Jahre verursachten 12 Unfälle." Schmitt ordnete das wie folgt ein: "Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen sticht deutlich heraus, die Gruppe der 65- bis 74-Jährigen und die der über 75-Jährigen hingegen ist nicht übermäßig involviert." Schmitt informierte auch, dass die häufigsten Unfallursachen bei Verkehrsunfällen neben Abbiegen/Wenden, Vorfahrt/Vorrang und Abstand, die überhöhte beziehungsweise nicht angepasste Geschwindigkeit sei. Schmitt: "Das ist keine Veränderung gegenüber 2014."

Interessant sei auch der Blick auf die Charakteristik einer Unfallstelle. Schmitt: "Mit weitem Abstand ereigneten sich die meisten Unfälle an Kreuzungen und Einmündungen, gefolgt von Unfällen auf der A 6." Eine Auswertung der Unfälle habe auch ergeben, dass es 2015 in St. Ingbert zwei sogenannte Unfallhäufungsstellen gegeben habe.

Schmitt: "Von Unfallhäufungsstellen spricht man ab fünf Unfällen gleicher Art innerhalb eines Jahres. Diese Kriterien trafen 2015 für die Einmündung Pestalozzistraße/Hasseler Straße in Rohrbach und den Kreisverkehr Oststraße/L 111 in St. Ingbert zu."

Eine Verkehrsunfallkommission sei dabei, sich diese Örtlichkeiten anzuschauen und sich mit den Unfällen zu befassen. Mit Blick auf die Aufklärungsquote der so genannten Unfallfluchten sagte Schmitt: "Vergangenes Jahr lag die Aufklärungsquote bei 33,5 Prozent. Im Jahr davor waren es 35 Prozent." In diesem Zusammenhang wies Schmitt abschließend auch darauf hin, dass die Polizei in diesem Bereich stark auf Zeugen angewiesen sei.