Wunschzettel und Bescherung– mitten im Frühling

Wunschzettel und Bescherung– mitten im Frühling

Springseile, Malkreide, Spielzeugbagger und Lkw, Softbälle und sogar ein Pferdegeschirr hatten sich die Schüler der Rohrbacher Pestalozzi-Schule gewünscht. Erfüllt hat ihnen der Förderverein der Schule diese Wünsche, und die Spielekisten der einzelnen Klassen damit gefüllt.

. Jede der acht Klassen der Pestalozzi-Schule in Rohrbach hat eine eigene Spielekiste, aus der sich die Jungen und Mädchen bedienen können, wenn sie in die Pause gehen. Hin und wieder geht mal etwas kaputt oder verschwindet beim Spielen auf dem Dach. Manchmal gibt es aber auch einfach neue Ideen für die Pausengestaltung, die der Förderverein hilft, umzusetzen. Und so bekam jede Klasse die Aufgabe, mit Unterstützung ihrer Lehrer einen "Wunschzettel" auszufüllen. Rund 400 Euro nahm der Förderverein in die Hand, um diese Schülerwünsche zu erfüllen. Als die Spielsachen am Montag in der Klasse 1a ankamen, wollte Rektorin Susanne Rehse-Paulssen wissen, was sich denn die Schüler ganz besonders gewünscht haben. "Einen Computer", antwortete ein Erstklässler wie aus der Pistole geschossen. Der war zwar nicht in den Paketen und Tüten, dafür aber Springseile, T-Ball-Hopper, Spielzeugbagger und Lkw, Soft-Tennisspiele und Softbälle. Auch Pferdegeschirre waren darunter und sind der "Renner" in der Pausengestaltung, bei der die Schüler zu Pferd und Reiter werden.

Straßenmalkreide gab es auch, denn der Schulhof wird manchmal zur Freiluftgalerie, vor allem seitdem es an einer Wand den aufgemalten Riesen-Dino gibt, den die Schüler noch verschönern dürfen. Sandspielzeug ist auch sehr begehrt, da es seit Neuestem einen Sandkasten auf dem Schulhof gibt. Das "Geschenke verteilen" war eine der ersten Amtshandlungen der neu gewählten Fördervereinsvorsitzenden Claudia Tillmanns, die die Spielzeugspende sehr gerne persönlich in die Schule brachte. Auch deshalb, weil sie selbst einen Teil ihrer Schulzeit dort verlebte: "Ich habe hier eine schöne Schulzeit gehabt und gute Erinnerungen an die Pestalozzi-Schule." Nun konnte sie im Namen von rund 70 Fördervereinsmitgliedern der Schule und deren Kindern etwas zurück geben. Gleichzeitig warb sie für den Förderverein, dessen Mitgliedsbeiträge schließlich den Kindern zugute kommen. "Die Kinder sollen auch den verantwortlichen Umgang mit den Spielsachen ihrer Klassen lernen", so Tillmanns. Deshalb soll in Zukunft ein Pfandsystem eingeführt werden, bei dem die Spielsachen nur an die Kinder herausgegeben werden, die im Gegenzug bereit sind, für die Zeit der Nutzung ein Pfand zu hinterlegen.

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