WSSI verzichtet auf Schaukästen in der Olk-Passage

WSSI verzichtet auf Schaukästen in der Olk-Passage

Der Schlichtungsversuch der St. Ingberter Stadtverwaltung zu den zwei vermieteten Schaukästen in der Olkpassage (die SZ berichtete) stößt auf wenig Gegenliebe.

Mieter Manfred Schmelzer ist empört über die Argumentation des Rathauses und kündigt an, er werde in der Sache vor den Stradtrat treten. Und auch die Initiative "Wir sind St. Ingbert", kurz WSSI, winkt ab. Ihr Sprecher Norbert Ramelli schreibt in einer Mitteilung: "Wir werden die Schaukästen in der Olk-Passage nicht nutzen." WSSI habe sich dazu entschlossen, seine Berichte über das Geschehen in der Stadt neben seinem Internetauftritt auf nicht näher bezeichneten anderen Wegen zu verbreiten.

In den letzten Tagen seiner Amtszeit hatte Ex-OB Georg Jung zwei der Schaukästen in der Fußgängerzone an den St. Ingberter Journalisten Manfred Schmelzer vermietet. Schmelzer hatte schon zuvor mit der Stadt zusammengearbeitet und bei vielen Anlässen fotografiert. Den Vertrag hatte die Stadt unter dem heutigen Verwaltungschef Hans Wagner gekündigt. Pressesprecher Peter Gaschott erläuterte dazu, die Kästen müssten in städtischer Hand bleiben. Nur so seien für die Öffentlichkeit relevante Inhalte zu gewährleisten. Auf Nachfrage der SZ hieß es dann am Montag, da die WSSI erkennbar diese Vorgaben erfülle, werde die Kündigung bis auf weiteres nicht durchgesetzt. Schmelzer hat nun vehement darauf hingewiesen, er alleine sei Mieter und verantworte die Inhalte. Das sei der Stadt auch bekannt, die Begründung der Kündigung mithin mehr als fadenscheinig.

WSSI-Sprecher Ramelli bestätigt, Schmelzer habe "seine interessante, und aus unserer Sicht auch sehr wertvolle Bildberichterstattung für St. Ingbert" der Internet-Seite der Initiative zur Verfügung gestellt.