Wolkenschulkinder basteln Ketten

Die Kita Regenbogen in Rohrbach hat sich für die Vorschulkinder einiges einfallen lassen. Auf dem Programm stehen viele Projekte und Ausflüge. So bastelten die Kinder Ketten und besuchten den Saarländischen Rundfunk.

. "Das war ein toller Schlag", wird Theo gelobt. Aber das Vorschulkind aus der Kindertagesstätte Regenbogen in Rohrbach hat nicht etwa einem "Kollegen" eins auf die Nase gegeben, sondern hat es mit einem Hammer und einem speziellen Werkzeug geschafft, gezielt ein Loch in seine ganz persönliche Wolke zu treiben. Die ist aus Kupfer und soll später mit dem eigenen Namen versehen zu einer Kette werden.

Die Leiterin der Kita, Karin Michaeli-Gehring, unternimmt viel mit den so genannten Wolkenschulkindern, die in diesem Jahr in die Schule kommen. Es gibt Projekte und Ausflüge. Das Theater Überzwerg, der Saarländische Rundfunk, die Naturbühne Gräfinthal, eine Bäckerei, ein Zahnarzt, die Berufsfeuerwehr, ein Künstler und noch viel mehr stehen auf dem "Besuchsplan" der interessierten Kindergartenkinder. "Wir sind ständig unterwegs", so die Kindergartenleiterin lachend, als sie mit dem Aufzählen der vielen Aktivitäten gar nicht mehr nachkommt, "aber bei einer Goldschmiedin waren wir bisher noch nicht." Groß war deshalb die Freude bei ihr und den Vorschulkindern, als "Kindergartenmama" Antje Stolz in ihr Atelier einlud. "Toll, dass wir sie bei der Arbeit begleiten können und vor allem, dass die Kinder selbst mit Hand anlegen dürfen", freute sich Karin Michaeli-Gehring darüber, dass die Kinder auch am Ende des zweistündigen Besuchs am vergangenen Mittwoch noch so aufmerksam und interessiert waren. "Wisst ihr eigentlich, was ich von Beruf bin?", fragte Antje Stolz zu Besuchsbeginn in die quirlige Runde. Außer bei Paul, ihrem Sohn, herrschte Ratlosigkeit.

Das änderte sich schnell, als die junge Frau ihre Arbeiten zeigte und die Kinder sich ihr eigenes Schmuckstück "erarbeiten" konnten. Zuerst wurde eine Wolke gemalt, auf die der Name des jeweiligen Kindes geschrieben wurde. Ein Punkt symbolisierte das Loch, in das die Öse für den Faden kommt. Fertig! Zumindest auf dem Papier. Dann wurden die einzelnen Arbeitsschritte am realen Objekt, der Kupferwolke, nachvollzogen. Mit Buchstabenstempeln und einem Hämmerchen wurden die Namen ins Metall gehauen, dann kam das Loch hinein. Zwischendurch wurde auf die Zeichnung geschaut, was denn noch fehlt. Richtig, die Öse und das Band zum Umhängen. Am Ende des Vormittags hielten alle Kinder ihr Schmuckstück in Händen "Wenn ich das meiner Mama zeige", sagte Max beim Betrachten seiner Arbeit stolz und freute sich auf den Nachmittag, um seine Kette präsentieren zu können.