Wolfgang Blatt schließt einen "Engpass im Kulturamt"

St. Ingbert. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Hans Wagner hat sich der CDU-Stadtverband nochmals für Schaffung der Stelle eines Vereinslotsen im Rathaus stark gemacht. In dem Brief findet sich auch der Hinweis: "Angesichts einer Einstellung aus dem politischen Raum scheint es, dass Sie bereits kurzfristig unseren Vorschlag umsetzen möchten

St. Ingbert. In einem Schreiben an Oberbürgermeister Hans Wagner hat sich der CDU-Stadtverband nochmals für Schaffung der Stelle eines Vereinslotsen im Rathaus stark gemacht. In dem Brief findet sich auch der Hinweis: "Angesichts einer Einstellung aus dem politischen Raum scheint es, dass Sie bereits kurzfristig unseren Vorschlag umsetzen möchten." Der Satz spielt dabei auf Wolfgang Blatt an. Denn das SPD-Ortsratsmitglied, langjähriger Elferratsvorsitzender der DNZ und Regionalvertreter des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine (VSK), ist seit 1. März im St. Ingberter Kulturamt beschäftigt. Den Vorwurf, die Beschäftigung von Wolfgang Blatt, der sein Mandat im Ortsrat St. Ingbert-Mitte niedergelegt hat, sei politisch motiviert, wies Wagner auf Nachfrage der SZ jedoch zurück.

Vielmehr erläuterte der OB, dass im Kulturamt der Stadt schon länger personelle Engpässe bestünden: "Von sechs Mitarbeitern dieser Abteilung sind drei im Krankenstand, zwei sogar schon länger als ein Jahr." Da das Kulturamt jetzt mit der Tourismusbörse, dem Jazzfestival, dem Ingobertusfest und der Pfanne mehrere Großveranstaltungen zu organisieren hätte, sei kurzfristige Unterstützung nötig gewesen. Und hier sei Wolfgang Blatt, der sich mit einer Initiativbewerbung ins Gespräch gebracht habe, geradezu ein Glücksfall gewesen. Abgestimmt mit dem Personalrat sei Blatt zunächst für drei Monate als Vertretung im Kulturamt eingestellt. An seiner Qualifikation und Erfahrung gibt es aus Sicht des OB keinen Zweifel: "Er kann bekanntermaßen moderieren und organisieren." Sollte Blatt länger als drei Monate im Kulturamt arbeiten, würde die Stelle selbstverständlich offiziell ausgeschrieben, so Wagner. schet

Foto: Cornelia Jung