Wochenkolumne : Es geht auch ohne Kerosin

Gelegentlich atemberaubend ist das, was man erfährt, wenn man in fröhlicher Runde zusammensitzt und die Frage stellt: „Unn, wo geht’s im Urlaub hin?“ Da prasseln die exotischsten Reiseziele auf einen hernieder.

Der eine schaut sich um auf der thailändischen Insel Ko Samui, einen anderen zieht’s nach Mauritius im Indischen Ozean, der Dritte wiederum mag dieses Jahr nach Kalifornien. So geht das munter weiter, Abertausende von Kilometern liegen zwischen Heimat und Hotel in der Fremde. Wobei sich der Trip einer Freundin an die Mosel da schon sehr bescheiden ausnimmt.

Wie dem auch sei, wer sich lieber zu Hause tummelt, muss auf neue Eindrücke ganz und gar nicht verzichten. Das ergibt ein ausgedehnter Blick in eine handliche und inhaltlich sehr interessante Broschüre mit Namen „Gärten mit Geschichte – Zeitreisen durch die Saarpfalz“. Donnerwetter, denkt der Mensch, der sich in dieser Region noch nicht so gut auskennt, da gibt es enorm viel zu entdecken. Wunderbare Grünanlagen, die gerade dieser Tage ihre ganze Pracht entfalten. Und die man per Drahtesel oder zu Fuß erkunden kann. Knapp 40 Veranstaltungen und fünf Radtouren hat das Büchlein zu bieten. Man muss sich bloß mal aus dem Sessel erheben und zur Rundum-Erkundung aufbrechen.

Kommt man mit ortskundigen Kollegen ins Gespräch, so erfährt man überdies, dass es im Saarpfalz-Kreis jede Menge schmucke Wanderhütten und Biergärten gibt. Und so freut sich die Schreiberin dieser Zeilen auf eine herrliche Zeit in einem Landkreis, der – garniert mit ein wenig Wärme und Sonnenschein - so viel zu bieten hat. Merke: Auch ohne Kerosin kriegt man die Erholung vom Alltag hin.