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"Wir werden verstärkt Klinken putzen"

"Wir werden verstärkt Klinken putzen"

St. Ingbert. Die hervorragenden Leistungen sollten die "Top-Leute" anspornen, sagt Heino Klingen, Geschäftsführer der IHK Saarland, zuständig für Wirtschafts- und Standortpolitik. 90 Prozent der insgesamt 5700 Teilnehmer haben ihre Prüfungen bestanden, berichtet er zu Gast in der SZ-Lokalredaktion St. Ingbert. Von 93 Top-Absolventen kommen demnach zehn aus dem Saarpfalz-Kreis

St. Ingbert. Die hervorragenden Leistungen sollten die "Top-Leute" anspornen, sagt Heino Klingen, Geschäftsführer der IHK Saarland, zuständig für Wirtschafts- und Standortpolitik. 90 Prozent der insgesamt 5700 Teilnehmer haben ihre Prüfungen bestanden, berichtet er zu Gast in der SZ-Lokalredaktion St. Ingbert. Von 93 Top-Absolventen kommen demnach zehn aus dem Saarpfalz-Kreis. Und bedauert, dass nicht alle Besten der Region an diesem Tag dabei sein können. Wie etwa Stefanie Moses (siehe nebenstehendes Info). Denn die Versicherungskauffrau, sagt er mit einiger Begeisterung in der Stimme, sei nicht nur Landes-, sondern Bundesbeste geworden.Die IHK hat mit ihren Partnern Handwerkskammer, Landesregierung und Agentur für Arbeit die Zahl der Ausbildungsverträge in den vergangenen Jahren sukzessive gesteigert. Nun wartet eine neue Herausforderung. Klingen: "2009 haben wir einen Doppeljahrgang im Abitur." G8-Schüler und der letzte Durchgang der neunjährigen Gymnasialzeit beenden zusammen ihre Schulzeit. Klingen spricht von 2700 Abiturienten, von denen 700 ins duale Ausbildungssystem drängen werden. Das bedeutet für den Geschäftsführer, nach Möglichkeit noch mehr Betriebe dazu bewegen zu können, jungen Menschen einen Ausbildungsplatz zu geben: "Die IHK ist gefordert. Wir werden Klinken putzen." Dabei gelte es, den Unternehmen die Situation als auch Chance zu vermitteln. Denn wer jetzt nicht ausbilde, könne in ein paar Jahren der Dumme sein. Die geburtenschwachen Jahrgänge werden bald auch auf die Situation in den Betrieben durchschlagen, warnt Klingen. Damit in Zukunft bestens qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stünden, sei Ausbildung die notwendige Basis.