Wilder Apfel für starke Leistung

Blieskastel · Die Blieskasteler Geschwister-Scholl-Schule hatte beim Schülerwettbewerb der deutschen Landschaftsgärtner in Hamburg den zweiten Platz belegt. Als Auszeichnung gab es einen Obstbaum, der jetzt auf dem Schulgelände steht.

 Auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Schule pflanzten die Wettbewerbsteilnehmerinnen Caroline Plinius und Kathi Sommer unter Hilfestellung von Landespräsident Rafael Carentz den Gewinn des Wettbewerbs ein, den „Baum des Jahres“, eine vom Menschen fast vergessene Wildobstbaumart, die zu den seltensten und stark gefährdeten Baumarten gehört. Foto: Fredi Brabänder

Auf dem Gelände der Geschwister-Scholl-Schule pflanzten die Wettbewerbsteilnehmerinnen Caroline Plinius und Kathi Sommer unter Hilfestellung von Landespräsident Rafael Carentz den Gewinn des Wettbewerbs ein, den „Baum des Jahres“, eine vom Menschen fast vergessene Wildobstbaumart, die zu den seltensten und stark gefährdeten Baumarten gehört. Foto: Fredi Brabänder

Foto: Fredi Brabänder

Im vergangenen Jahr hatte sich die Blieskasteler Geschwister-Scholl-Schule sehr erfolgreich am Schülerwettbewerb der deutschen Landschaftsgärtner beteiligt. Nach dem Sieg auf Landesebene nahmen die Schülerinnen Caroline Plinius, Kathi Sommer und Milena Adam mit ihrer Lehrerin Anne Deutsch am Bundesentscheid in Hamburg teil und errangen dort den zweiten Platz. Ihr Preis damals: die Pflanzung eines Wild-Apfel-Baumes auf dem Schulgelände in Blieskastel. Grundlage des Wettbewerbs "Bewegung und Begegnung - Unser Schulhof" war die Gestaltung im Schulhofbereich, Bewegung und Begegnung die zwei Kernthemen der Nutzungsaspekte. Der Schülerwettbewerb der Klassenstufen sieben bis zehn richtete sich an Schulen, die schon viel im Bereich der Schulgeländegestaltung getan haben und dies noch weiter entwickeln oder verbessern wollten, aber auch an Schulen, die den Schulhof neu erfinden wollten.

Die Vorstufe des Wettbewerbs auf Landesebene gewannen die Blieskasteler Schülerinnen, Ausrichter auf Landesebene war der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Rheinland-Pfalz und Saarland. Beim Finale anlässlich der internationalen Gartenschau in Hamburg waren schwierige Aufgaben zu meistern: ob Pflanzenkenntnisse, Vermessungsaufgaben, Holz- und Steinbearbeitung oder allgemeine Team- und Geschicklichkeitsprüfungen, die Herausforderungen für die angereisten Schüler waren so vielfältig und kreativ wie der Beruf des Landschaftsgärtners. Vom nordrhein-westfälischen Velbert bis zu Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern, vom schleswig-holsteinischen Meldorf bis zum bayrischen Hauzenberg: 32 Schülerinnen und Schüler von elf Schulen gingen engagiert in einen Wettkampf der besonderen Art. Die drei Blieskasteler Schülerinnen erkämpften sich den zweiten Platz hinter dem Siegerteam eines Gymnasiums aus Celle, Dritter wurde eine Schule aus dem hessischen Friedberg.

In einer kleinen Feierstunde, zu der Schulleiterin Silvia Behet auch den Präsidenten des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Rheinland-Pfalz und Saarland, Rafael Carentz, und den für Nachwuchsförderung zuständigen Mitarbeiter Klaus Fink sowie die Vertreter des Landkreises, Dr. Gerhard Mörsch und Eva Schwerdtfeger begrüßen konnte, folgte nun der Schlusspunkt der Veranstaltung, die Pflanzung des gewonnenen Baumes.

Zur Feierstunde waren außerdem die Schüler gekommen, Schüler Benedikt Weinmann begleitete die Feier mit seinem Saxofon. Die drei erfolgreichen Schülerinnen haben im vergangenen Jahr ihren Schulabschluss erreicht und sind schon ins Berufsleben eingetaucht, nur zwei, Caroline Plinius und Kathi Sommer, konnten an der Feier teilnehmen, Milena Adam war berufsbedingt verhindert.