Städtisches Orchester: Wiener Walzer und Pink Panther

Städtisches Orchester : Wiener Walzer und Pink Panther

Zum Muttertag gab es in der St. Ingberter Stadthalle ein Ständchen des städtischen Orchesters. Präsentiert wurden Operettenklänge.

Das Frühlingskonzert am Muttertag gehört in St. Ingbert inzwischen fest ins Programm. Auch vergangenen Sonntag lud das städtische Orchester wieder in die Stadthalle ein. Mit dem Thema „Operettenklänge, Wiener Walzer und mehr“ präsentierte das Ensemble unter der Leitung von Dirigent Anso Fiedler dem Publikum eine Reise durch die verschiedensten Regionen der Musik. Los ging es mit der französischen Operette von Jaques Offenbach. 1867 wurde „Die Großfürstin von Gerolstein“ in Paris uraufgeführt. Ein satirisches Werk, das das militärische Brimborium und das Günstlingswesen verspottet. In der Folge spielten die Musiker Johann Strauss Konzertwalzer „Wein, Weib und Gesang“. 1869 wurde das Stück eigentlich für den Wiener Männergesangverein komponiert, aber auch ohne den Chor setzte das städtische Orchester die Walzerfolge wunderbar in Szene. Die nächsten beiden Stücke stammen von Johann Strauss Sohn. Auf die Polka „Èljen a magyar“ (übersetzt: lang lebe der Ungar) folgten der „Russische Marsch“ und die „Rákóczy- Ouvertüre“ des ungarischen Komponisten Kéler Béla.

Mit diesem abwechslungsreichen Programm verging der erste Teil des Konzertes wie im Fluge. Nach der Pause ging es gleich mit rhythmischen und flotten Film- und Musical-Melodien weiter. Die Reise führte ins 20. und 21. Jahrhundert und begann mit einem Medley aus Broadway-Melodien, die das Publikum sichtlich mitrissen. Das galt auch für den spanischen Volkstanz „Malaguena“, aus dem sich der Flamenco entwickelt hat. Der Komponist ist der „kubanische Gershwin“ Ernesto Lecuona. Auf der Reise um die Welt verschlug es die Zuhörer als Nächstes nach Berlin und auch die Richtung der Filmmusik ließ das diesjährige Konzert nicht los.

Franz Grote komponierte seit dem Beginn des Tonfilms unzählige Schlager. Sein Stück „Illusion“ fand am Sonntagabend Einzug ins Programm des Konzertes. Im Medley „A Tribute to Henry Mancini“ kamen berühmte Stücke wie der „Pink Panther“ oder „Moon River“ aus dem Film „Frühstück für Tiffany“ an die Reihe. Ehe das Ensemble das Konzert mit einem Medley aus Klaus Badelt „Fluch der Karibik“ beendete, brachten Anso Fiedler und das städtische Orchester ihr Publikum mit dem „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik, dem meistgespielten Marsch der Welt, zum Mitklatschen. Sogar zwei Zugaben spielte das Orchester.

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