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Wer gezielt Schnäppchen ergattern will, muss früh aufstehen

Wer gezielt Schnäppchen ergattern will, muss früh aufstehen

Hassel. Am Samstag war Hassel wieder Treffpunkt zahlreicher Schnäppchenjäger aus der Region. Denn bereits zum 25. Mal richtete der Hasseler Ortsrat einen Flohmarkt auf dem Marktplatz und in den angrenzenden Straßen aus. Weder sommerliche Hitze noch herbstliche Regengüsse vermiesten die Stimmung der vielen Besucher am letzten Sommerwochenende. Die Rechnung des Veranstalters ging auf

Hassel. Am Samstag war Hassel wieder Treffpunkt zahlreicher Schnäppchenjäger aus der Region. Denn bereits zum 25. Mal richtete der Hasseler Ortsrat einen Flohmarkt auf dem Marktplatz und in den angrenzenden Straßen aus. Weder sommerliche Hitze noch herbstliche Regengüsse vermiesten die Stimmung der vielen Besucher am letzten Sommerwochenende. Die Rechnung des Veranstalters ging auf. "Es waren wieder gut 200 Anbieter da", bilanzierte Ortsvorsteher Markus Derschang und war sehr zufrieden. "Die ersten Händler schlugen ihre Tische bereits beim Absperren der Fläche am Freitagabend auf. Die meisten fanden sich dann am Samstagmorgen ab sechs Uhr ein." Da war es noch recht kühl und dunkel, doch das schreckte die passionierten Sammler nicht ab, die gezielt nach Objekten ihrer Begierde fahndeten. Wer etwas wirklich Interessantes ergattern will, darf nicht zu spät unterwegs sein. Die "normalen" Schnäppchenjäger fanden sich dann vormittags ein und ließen sich über den Open-Air-Second-Hand-Markt treiben und von den Angeboten überraschen. Die Anbieter, die wieder meist aus St. Ingbert und Umgebung kamen, hatten Speicher, Keller und Schränke von Dingen geräumt, die sie nicht mehr brauchten, und die von anderen vielleicht gesucht wurden. Kinder bessern so zum Beispiel ihr Taschengeld auf. Ein breites Sortiment an Spielwaren und Textilien erwartete die Flohmarktbesucher. Aber es gab auch Angebote, die man nicht auf jedem Trödelmarkt findet. So wurden an einem Stand herrliche Modellautos feilgeboten. Ein Händler aus Elversberg, der erstmals auf dem Hasseler Flohmarkt vertreten war, wollte eine umfangreiche Kulturgeschichte sowie eine Schiller- und Goethe-Werkausgabe an den Mann oder die Frau bringen, bis zum Mittag allerdings vergeblich. Unterhaltungsliteratur und Kochbücher wurden hingegen stärker nachgefragt. Karate- und Kung-Fu-Bücher und -Videos, Bruce-Lee-Titel inklusive gab es bei Ingo Heinen, der seinen Stand praktischerweise direkt vor seinem Wohnhaus "In der Dell" aufgeschlagen hatte und zum dritten Mal dabei war. "Videos, insbesondere Entspannungs-Filme, und Laser-Discs haben sich gut verkauft", so seine Bilanz. "Die Konsolen-Spiele, die im Vorjahr gut gegangen sind, wurden kaum nachgefragt." Ebenfalls zum dritten Mal als Anbieter aktiv waren Inge und Horst Dieter Müller aus Hassel. "Die Atmosphäre ist gut, aber im Kaufverhalten waren die Kunden diesmal eher zurückhaltend", fand Inge Müller. Die historischen Ansichtskarten, die ihr Mann feilbot, fanden unter den Sammlern zahlreiche Käufer, Gebrauchsgegenstände fanden eine eher geringe Nachfrage. Zu der guten Stimmung des 25. Hasseler Flohmarktes, der bis zum späten Nachmittag einen starken Andrang verzeichnete, trug auch die mittägliche Live-Musik bei. Für das leibliche Wohl war auf dem Marktplatz gesorgt. Wer an den Ständen nicht fündig geworden war, konnte sich bei Gerstensaft und einer kleinen Mahlzeit trösten. stj