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„Wenn wir alarmiert werden, sind wir da“

„Wenn wir alarmiert werden, sind wir da“

Die Feuerwehr Rentrisch hatte zum Tag der offenen Tür geladen. Neben Fahrzeugausstellung und Schauübung setzten die Wehrleute ein Zeichen gegen Diskussionen um eventuelle Löschbezirks-Schließungen in der Stadt.

. Die Feuerwehr Rentrisch ist ein lebendiger Löschbezirk und hat in ihrem Stadtteil nicht nur eine wichtige Funktion in der Notfallhilfe, sondern Bedeutung als kulturelle und jugendpflegerische Organisation. Das wurde beim Tag der offenen Tür am Wochenende deutlich. Löschbezirksführer Georg Lück und sein Stellvertreter Klaus Holzer hatten die Bevölkerung rund um das Gerätehaus zu einem zweitägigen Festprogramm eingeladen. Damit präsentierte sich die Feuerwehr Rentrisch und setzte ein Zeichen gegen Diskussionen um eventuelle Löschbezirks-Schließungen in der Stadt St. Ingbert.

"Wir wollen nicht mit unseren Feuerwehrkameraden in den Löschbezirk Innenstadt einverleibt werden, denn wir haben in Rentrisch wichtige Aufgaben", sagt Lück. Auch sei die Zahl der Aktiven ausreichend hoch, um die Einsatzfähigkeit der Wehr garantieren zu können. "Wir sind mit 36 Aktiven Tag und Nacht in der Lage, die geforderte Gruppenstärke zu besetzen", sagt Lück. "Wenn wir alarmiert werden, sind wir da", ist seine Zusage. Auch die Jugendfeuerwehr sei mit 19 Jugendlichen gut aufgestellt. "Die Jugendlichen üben Feuerwehrtechnik und haben ein breites Spaß- und Spielprogramm, außerdem wird eng mit anderen Löschbezirken und dem Jugend THW zusammengearbeitet".

"Zu den Schließungsplänen gibt es im Rathaus keine konkreten Aussagen, hier wünschen wir uns eine klare Ansage, um das Team weiterhin motivieren zu können", sagt Lück und sprach Oberbürgermeister Hans Wagner gezielt darauf an. Dieser sieht die Zukunft des Löschbezirks optimistisch. "Wir brauchen Planungssicherheit", sagt der Löschbezirksführer, "damit unsere Leute weiterhin die Ausbildungen besuchen und wissen, wofür sie sich engagieren". Das zweitägige Programm rund ums Gerätehaus startete mit einem Fassanstich am Samstag, dann folgte ein irischer Abend mit einer Liveband.

So wurde das Gerätehaus zum Irish-Pub. Sonntag stand ein Frühschoppen an, bei einer Fahrzeugausstellung hatten insbesondere die kleinen Gäste Gelegenheit, sich einmal ein Feuerwehrauto aus der Nähe anzuschauen. Am Nachmittag bot die Jugend-Wehr eine Schauübung und zeigte ihren Ausbildungsstand und ihre technischen Möglichkeiten in der Praxis bei einem Rettungseinsatz an einem Lkw zusammen mit dem Jugend-THW. "Damit wollen wir gezielt Jugendliche ansprechen".