Wenn der Pfarrer eigentlich gar keiner ist

Wenn der Pfarrer eigentlich gar keiner ist

Altheim/Pinningen. Bei zwei ausverkauften Vorstellungen zeigte die Pinninger Theatergruppe Groß und Klein auf der Bühne des Altheimer Sportheims beste Schauspielkunst. Die Rollen im Dreiakter "Aber, aber Herr Pfarrer" war den zehn Darstellern wie auf den Leib geschneidert

Altheim/Pinningen. Bei zwei ausverkauften Vorstellungen zeigte die Pinninger Theatergruppe Groß und Klein auf der Bühne des Altheimer Sportheims beste Schauspielkunst. Die Rollen im Dreiakter "Aber, aber Herr Pfarrer" war den zehn Darstellern wie auf den Leib geschneidert. Mit dabei waren die beiden Debütantinnen Evi Frenzel und Luisa Schmitt, die sich reibungslos in die Truppe integrierten.Eigentlich sucht im Schwank von Hans Schimmel, bei der Volker Sandmeier Regie führte, der obdachlose Freddie (gespielt von Dieter Schmitt) nur nach einem warmen Unterschlupf für die Nacht, als er das verwaiste Pfarrhaus aufspürt. Da keine andere Kleidung zu finden ist, schlüpft er in den Talar des verstorbenen Pfarrers. Die Haushälterin Mathilde (Martina Huppert) entdeckt den Neuen, der sich aus einem zerlumpten Landstreicher flugs zu einem ungewöhnlichen Geistlicher gemausert hatte. Gemeinsam mit Kumpel Atze (Michael Neuhäuser), einem Trunkenbold, nistet er sich im Pfarrhaus ein. Ottfried Krümel (Klaus Schmitt), der Mann für alles rund um die Kirche, ist begeistert von den ungewöhnlichen Methoden des neuen Pfarrers. In den drei Akten geht es im Pfarrhaus zu wie in einem Taubenschlag. Ob die frisch verwitwete Josefine Maurer (Evi Frenzel), die ihren Heinrich möglichst kostengünstig unter die Erde bringen will, aber für die angebotenen Liegewochen des heimischen Bestatters eine zweite Leiche benötigt, oder Dorothea Kruse (Luisa Schmitt), die heiratswillige Dame mit Torschlusspanik, die ihren Angebeteten besser gestern als heute vor den Traualtar zerren will - dem armen Freddie bleibt nichts erspart. Was nicht fehlen darf, sind sich bekämpfende Obere der Parteien. Mitten im Wahlkampf streiten Bankdirektor Bernhard Mauschel (Klaus Rauls), gleichzeitig auch Vorsitzender der AG Windenergiegesellschaft Bliestal, und seine Gegenspielerin Valentine Fiebich (Birgit Fischer), um die Gunst des neuen Priesters, integrieren ihn schnell in ihre Machtspielchen, sehen sie in ihm doch einen viel versprechenden Wahlhelfer. Dabei will der in dem ganzen Durcheinander nur seine Ruhe und wünscht sich immer wieder "ganz, ganz weit weg von hier". Mit Atzes gut gemeinten Ratschlägen, die jedoch oft unangebracht sind, schlägt sich Freddie tapfer durch den neuen Pfarrersalltag, zu dem auch Pauline Mandel (Agathe Schmitt) und ihre beste Freundin Sigturd Schäufele (Sabine Fischer) gehören. Hinter den Kulissen wirkten die Maskenbildnerin Janine Neuhäuser, aber auch die treuen Helfer Werner Schmitt, Andreas und Peter Fischer sowie Theo Huppert.

An diesem Sonntag während der Gersheimer Theaterwoche ab 18 Uhr im Kulturhaus ist das Stück nochmals zu sehen (siehe oben). Weitere Theater-Höhepunkte des Vereins sind die beiden Aufführungen der Jugendlichen-Gruppe von Sabine Fischer am Freitag, 1, und Samstag, 2. Februar, jeweils ab 20 Uhr. Aufgeführt wird "Führerschein ins Glück". Die Kleinsten, betreut von Birgit Fischer und Martina Huppert, werden am Sonntag, 3. Februar, um 17 Uhr das Stück "Das Gespenst von Canterville" wie die übrigen im Sportheim Altheim zum Besten geben. ott

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