Wenn beide Seiten profitieren

Die Geschwister-Scholl-Schule hat zum zweiten Mal eine Informationsbörse angeboten. Schüler und auch ihre Eltern haben sich direkt bei Betrieben und Institutionen über die Berufswelt informiert.

. Eigentlich ist die Idee für alle von Vorteil, also eine klassische Win-Win-Situation, wie man das neuerdings ausdrückt: Die Schule hat potenzielle Auszubildende, die von den Betrieben (Stichwort demographische Entwicklung) zunehmend gesucht werden. Also bringt man beide bei einem Info-Nachmittag zusammen. Und immerhin 28 Betriebe und Institutionen nahmen diese Chance wahr, am Ende waren beide Seiten zufrieden. Die Geschwister-Scholl-Schule hat diese Infobörse bereits vor einem Jahr durchgeführt, neben regionalen Betrieben ist auch der Verein Alwis (steht für Arbeitsleben, Wirtschaft und Schule) aktiv bei der Organisation dabei.

Ein zentrales Anliegen von Alwis ist die Förderung der Berufswahlorientierung. Und genau diese Orientierung konnten die Schüler der Blieskasteler Schule finden. Die Schule verfolgt mit dieser Veranstaltung klare Ziele: Die Schüler sollen schon in einem sehr frühen Stadium mit dem Berufs- und Arbeitsleben vertraut gemacht werden. Zudem will man ihnen die erforderlichen Kompetenzen für eine erfolgreiche Bewerbung und den Berufseinstieg vermitteln.

"Und diese Veranstaltung ist deshalb so wichtig für uns, weil hier auch die Eltern dabei sind", erläuterte Kriminalhauptkommissar Roland Altmeyer. Er machte Werbung für den Dienst bei der saarländischen Polizei. Großer Zulauf auch am Stand der Bundeswehr. "Wir sind vor allem für junge Männer attraktiv, die vielleicht auch noch in gewisser Weise das Abenteuer lockt", erläutert Kapitänleutnant Joachim Daetz. Die Bundeswehr bietet über 50 Berufe an, die man in verschiedenen Laufbahngruppen ergreifen kann. "Aber wir sagen den jungen Leuten schon ganz klar, dass sie dann Soldaten sind. Und wir weisen auf Auslandseinsätze hin und auch darauf, dass innerhalb von Deutschland eine grenzenlose Mobilität gefordert wird."

Ganz neu der Ansatz von Peter Brand, der für eine Gesellschaft für Beratung und Training auf der Infobörse vertreten ist. Brand vermittelt Ausbildungsplätze, bei denen die Azubis auch noch die Fachhochschulreife erlangen können. "Und dann bieten wir natürlich auch weitere Karrierechancen durch ein darauf folgendes Studium", wirbt Brand.

Man geht bewusst an Schulen und vereinbart gemeinsame Projekte. "Hier an der Schule werden wir im Mai beginnen. Ein Vorarbeiter kommt in die Schule, dann werden unter seiner Fachaufsicht etwa Klassenräume renoviert. Davon profitieren die Schüler und die Schule hat ein tolles Projekt."

Und wie finden die Schüler die Infobörse? Hannah Meyer (15) aus Gersheim ist überzeugt, "dass die Aktion bei der Berufswahl auf jeden Fall sehr hilfreich ist und gute Informationen bietet." Sie wollte sich vor allem über die Arbeit bei der Polizei informieren, aber auch bei einer Firma, die ein Bewerbertraining anbietet. Dorthin will auch Jessica Rebmann (15, Gersheim), die zudem ebenfalls zu der Info-Veranstaltung der Polizei will. "Ich finde es gut, dass an der Schule eine solche Veranstaltung stattfindet. Sie hilft ganz besonders denjenigen, die noch nicht genau wissen, was sie nach der Schule machen wollen."