Weniger Arbeitslose in den Regionen St. Ingbert und Homburg

Arbeitsmarkt : Anzeichen für eine leichte Eintrübung am Arbeitsmarkt

3678 Frauen und Männer waren im April im Saarpfalz-Kreis arbeitslos gemeldet, 146 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,8 Prozent, 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats. Gegenüber dem Vorjahr gab es einen Rückgang um 0,2 Prozentpunkte in der Quote und um 124 Personen in der absoluten Zahl (wir berichteten).

In der Geschäftsstelle Homburg (Bexbach, Homburg, Kirkel und das Bliestal) waren 2696 Arbeitslose gemeldet (minus 113 zum Vorjahr), die Arbeitslosenquote lag hier bei 4,7 Prozent. In St. Ingbert sank die Arbeitslosenquote auf 4,1 Prozent. 982 Menschen waren in der Mittelstadt im April arbeitslos gemeldet.

„Aktuell gibt es Anzeichen, die auf eine leichte Eintrübung am Arbeitsmarkt schließen lassen. Die Arbeitslosenzahl unterschreitet zwar erneut das Vorjahresniveau, jedoch hat sich die Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskräften im Vergleich zum Vorjahr merklich verringert“, erläutert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit im Saarland. Eine solide Ausbildung sei nach wie vor die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Dabei appelliert Haßdenteufel besonders an die Jugendlichen, die aktuell noch keinen Ausbildungsplatz in Aussicht haben: „Der Ausbildungsbeginn rückt näher, und der Ausbildungsmarkt bietet noch großes Aufnahmepotenzial. Ich rate denjenigen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Zusage von einem Ausbildungsbetrieb haben, sich alternative Berufswünsche zu überlegen und Kontakt mit der Berufsberatung aufzunehmen. Unternehmen, die bislang noch keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber gefunden haben, empfehle ich, sich durch den Arbeitgeberservice über Alternativen bei der Gewinnung künftiger Fachkräfte beraten zu lassen“, heißt es in der Pressemitteilung der Arbeitsagentur.

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im April um 108 auf 1474 gesunken, das waren 0,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den Jüngeren unter 25 Jahren verringerte die Arbeitslosigkeit um 29 auf 123 im Vergleich zum März. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl um zehn erhöht. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50plus lag bei 802. Sie hat sich gegenüber dem Vormonat um 23 verringert und gegenüber dem Vorjahr um 13 erhöht.

 Beim Jobcenter im Saarpfalz-Kreis waren im April 2204 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 38 weniger als im März. Damit lag sie um 134 unter dem Vorjahreswert. Die Zahl der arbeitslosen Jüngeren unter 25 Jahren lag mit 132 um 17,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. 706 von Arbeitslosigkeit Betroffene waren 50 Jahre und älter. Ihre Zahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 33 reduziert. 41,1 Prozent der beim Jobcenter registrierten Arbeitslosen sind gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits länger als ein Jahr gemeldet. Die Unterbeschäftigung lag im Saarpfalz-Kreis im April mit 5.510 Personen um 6,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Anteil der Arbeitslosen an der Unterbeschäftigung betrug 66,8 Prozent. Der Arbeitsmarkt wurde durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen um rund ein Drittel entlastet, heißt es in der Pressemitteilung der Arbeitsagentur weiter.

Arbeitsmarktzahlen im Saarpfalz-Kreis. Foto: SZ/Müller, Astrid

Im Saarpfalz-Kreis wurden seit Beginn des Ausbildungsjahres im vergangenen Oktober 888 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 113 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig suchten 465 junge Menschen eine Ausbildungsstelle über die Arbeitsagentur, neun mehr als vor einem Jahr. Am statistischen Zähltag im April waren noch 459 Stellen unbesetzt und 226 Jugendliche unversorgt.

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