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Weisgerber-Markt: Weisgerber-Markt steht St. Ingbert gut

Weisgerber-Markt : Weisgerber-Markt steht St. Ingbert gut

Der Weisgerber-Markt wurde trotz Regen gut angenommen. Allerdings schlossen einige Läden vor 22 Uhr, was dem Late-Night-Shopping schadete.

Der „Weisgerber-Markt“ steht St. Ingbert gut und auch am Samstag lobten viele den Flair dieses vom Stadtmarketing organisierten Events. An einigen Ständen in der Fußgängerzone wurden regionale Produkte angeboten, wie es sie so ähnlich auch zu des Malers Zeiten gegeben haben mag. Zwischen den Pavillons hatten es sich Künstler des Deutsch-Französischen-Symposiums gemütlich gemacht, arbeiteten an ihren Staffeleien, kamen mit Passanten ins Gespräch und es herrschte so etwas wie Urlaubsstimmung. Zumal das Wetter anfangs mitspielte und die Besucher in den Cafés und Restaurants im Freien saßen. Auch, dass ein Flohmarkt gegenüber der Engelbertskirche seine Waren präsentierte, trug zur Vielfalt bei. Die St. Ingberter und ihre Gäste genossen beim Schlendern den ersten Tag ihres Wochenendes beim Besuch dieses Zusatzangebots der Stadt und es hätte alles gepasst, wenn nicht der Regen diesen Tag in eine Zeit vor und eine nach dem Regen gespalten hätte. Die Dächer der Pavillons hingen wegen der gesammelten Wassermassen durch, so dass nicht nur einige Flohmarktartikel geflutet wurden. Ließen sich einige Maler von kurzen Schauern nicht entmutigen und wischten ihre Bilder danach trocken, so hatte die volle Öffnung der Himmelsschleusen für die Künstler andere Konsequenzen. Die Maler sahen zu, dass sie Pinsel, Farben, Papier und Leinwände schnell in Sicherheit brachten, so dass der Markt bereits gegen 14 Uhr größtenteils Geschichte war. Die Innenstadt war wie leergefegt. Die Bildhauer Erich Morlo und Maria Blendowski, die Kindern den Umgang mit Steinbearbeitungswerkzeugen zeigten, waren froh, ein Zeltdach über dem Kopf zu haben. Sie profitierten davon, dass zwei gemeldete Anbieter nicht kamen und der Pavillon somit frei war. Uschi Vogel malte mit Kindern vor dem Gebäude der Stadtbücherei und hatte durch einen Gebäudeüberstand ein halbwegs trockenes Plätzchen. „Im letzten Jahr waren 50 Kinder da“, erinnerte sich die Mitarbeiterin der VHS an die Veranstaltung 2016 unter gleichem Motto. Sie hätte sich mehr Zuspruch gewünscht. Die Kinder freuten sich über das Angebot zur künstlerischen Betätigung, sie störte der Regen weniger als ihre Eltern. Mit Hingabe schufen sie zwei, manchmal sogar mehrere Kunstwerke in den schönsten Farben, mit denen sie etwas Licht in den sonst trüben Nachmittag brachten. Auch das Late-Night-Shopping litt unter der Nässe. „Der Regen hat den Einbruch gebracht. Es hat heute Morgen sensationell gestartet“, so Claudia Deutsch von fashion companies, „ich kann zwar nachvollziehen, dass einige Geschäfte eher geschlossen haben, aber das schadet unserem Image. Man sollte sich auch der Verantwortung gegenüber den Kunden bewusst sein.“ Genauso sah das auch Gabi Groß vom „Qui-Store“, die nicht verstand, warum die Läden zum Teil weit vor 22 Uhr schlossen. Zumal man sich unter den Ladeninhabern beim Late-Night-Shopping auf diesen Tag verständigt hatte. „Das ist kein gutes Aushängeschild für die Stadt, wenn die meisten Läden dann entgegen der Ankündigung zu haben“, so Groß, die für Musik im Außenbereich gesorgt hatte.