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Weihnachtsmarkt in Oberwürzbach am Dorfgemeinschaftshaus

Glühweinduft in Oberwürzbach : Viele Stände mit winterlicher Idylle

Zahlreiche Vereine beteiligten sich am Weihnachtsmarkt im und am Dorfgemeinschaftshaus.

 Samstagabend gegen 19 Uhr. Auf dem Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus kommt einem aus Richtung der Buden und Verkaufsstände schon der Duft von Glühwein entgegen. Ein Bläserensemble hat sich vor dem Eingang zum Dorfgemeinschaftshaus platziert und beginnt gerade „Stille Nacht, heilige Nacht“ zu spielen. Fast schon idyllisch wirkt der kleine, aber feine, Weihnachtsmarkt, den der Kulturring Oberwürzbach veranstaltete, am neuen Standort.

Vor der Pandemie war er an der Schule zu Gast und ganz früher fand man ihn auf dem Platz vor der Kirche. „Das ist schon fast ein romantisch-winterliches Flair wegen der Buden, die ihre eigene Beleuchtung haben, während der Platz selbst fast dunkel ist“, beschrieb André Wirkühler aus Homburg seinen Eindruck über die Veranstaltung. Aus dieser Richtung wirkte das Angebot im positiven Sinne traditionell: Gehäkelte Topflappen und Rutschsocken gab es direkt an den ersten Ständen vor dem Dorfgemeinschaftshaus zuhauf zu kaufen. Und nebenan hatte die Jugendfeuerwehr warmen Kakao im Angebot. Ideal, wenn man bei drei Grad etwas Warmes trinken wollte, was nicht Alkohol enthielt.

Ganz anders das Angebot beim Karnevalsverein „Die Maulesel“ Oberwürzbach (KVO). Hier gab es neben Waffeln auch seltenes Gebäck wie Whiskey-Plätzchen zu kaufen. „Die Leute sind mehr als positiv. Es hat niemand gemeckert, wenn er etwas warten musste“, kann Karsten Herrmann freudig bestätigen. „Der Platz ist viel besser. Auch wegen des ebenerdigen Zugangs für die älteren Menschen zum Dorfgemeinschaftshaus“, pflichtet ihm seine Kollegin Simone Sommer-Philipp bei.

Auf dem Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Oberwürzbach fand dieses Mal der Weihnachtsmarkt statt. Foto. Jörg Martin
Auf dem Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus in Oberwürzbach fand dieses Mal der Weihnachtsmarkt statt. Foto. Jörg Martin Foto: Jörg Martin

„Sie müssen unbedingt an den Stand des Obst- und Gartenbauvereins kommen“, hatte Rosemarie Rebmann uns zu Beginn wärmstens ans Herz gelegt. Die Beisitzerin des Vereins hat nicht übertrieben: Hier scheint die Auswahl an Plätzchen schier unendlich. „Alles selbstgemacht. Auch die Marmeladen“, berichten die Helfer stolz.

„Die Leute brauchen mal Abstand von Krieg und der Krise und können Corona nicht mehr hören“, so ein Vorstandsmitglied. Eine gleichlautende Aussage machte auch Lydia Schaar gegenüber unserer Zeitung. „Man merkt deutlich: Die Leute wollen raus“, beschrieb die Ortsvorsteherin die Stimmung. Auch sie findet den neuen Standort gut. Es wären mehr Teilnehmer dieses Mal dabei. Alleine draußen waren elf Vereine vertreten. Im Dorfgemeinschaftshaus lag der Angebotsschwerpunkt bei Bastel- und Handarbeiten sowie Büchern.