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Weihnachts-A-Cappella mit berührenden Momenten

Weihnachts-A-Cappella mit berührenden Momenten

Seit mehreren Monaten war das A-Cappella-Ensemble SingSing am Proben, jetzt fand endlich die Aufführung ihres Weihnachtskonzertes in der St. Ingberter Christuskirche statt. Zu hören gab es Klassiker, aber auch unbekannte Stücke.

. Bereits mehrmals war das Jazz- und Popensemble SingSing in der Christuskirche in St. Ingbert zu Gast, doch noch nie mit einem Weihnachtsprogramm. Erstmals wollte die A-Cappella-Truppe am Sonntag ihre Zuhörer in ein "weihnachtliches Wunderland" entführen. "Wir haben uns gesagt, so ganz ohne Weihnachtsprogramm geht das nicht. Gerade in dieser Zeit wollen die Menschen mit Musik bezirzt werden", so einer der Vokalisten des siebenköpfigen Ensembles. Pläne dafür gab es bereits Anfang des Jahres, und bis April 2013 wurde schon fleißig an den Arrangements gewerkelt. "Jetzt wissen Sie auch, warum das bis dahin so kalt war", witzelte einer der drei Sänger. Gelohnt hat sich die Entscheidung für die "Weihnachtsnummer" in jedem Falle, wie auch der abschließende Applaus eindrucksvoll zeigte. Es gab nicht nur berührende und auf ganz neue Weise interpretierte, bekannte Weihnachtslieder, sondern auch in unseren Breiten nicht im Radio hoch und runter gespielte Lieder wie das isländische im Fünf-Achtel-Takt und auch Stücke, die eigentlich gar nicht fürs Fest geschrieben waren. Aber gerade zu Weihnachten passt eben auch zu Herzen gehende Musik über Toleranz, Frieden und Liebe. Keiner der Gäste musste auf die Klassiker wie den "Weißen Winterwald", "Es ist ein Ros' entsprungen", "Süßer die Glocken nie klingen" oder "Stille Nacht, heilige Nacht" verzichten, aber gerade die unbekannten unter den A-Cappella-Versionen waren es, die wegen ihrer Unvorhersehbarkeit begeisterten. Bei zwei Liedern durfte das Publikum, begleitet von der Orgel, ran und zwischendurch bekam es sogar noch zwei zu Weihnachten passende Geschichten mitgeliefert. Eine mehr zum Nachdenken, die andere zum Schenkelklopfen. Neben der nahezu perfekten Intonation, die beim Saarländischen Chorwettbewerb mit einem ersten Platz honoriert wurde, gelang es dem Ensemble mit einem gehörigen Schuss Ironie und Humor aber auch, sein Publikum in St. Ingbert zu bezirzen. "Ziel erreicht", könnte man sagen, und "weiter so", damit viele, die sich der Hektik des Festes nicht entziehen können, auch nächstes Jahr wenigstens eine Stunde Besinnlichkeit mit Musik von "SingSing" in der Vorweihnachtszeit genießen können. Auf den rhythmischen Applaus der begeisterten Konzertbesucher folgte noch eine Zugabe, "die wir immer dabei haben, wenn der Applaus ausreichend ist, was ja jetzt der Fall war".