Wehrleute drücken die Schulbank

Blieskastel. Neben den planmäßigen Übungen und den Einsätzen bewiesen jetzt 16 Wehrangehörige großes Engagement, als sie am Truppführer-Lehrgang der Feuerwehr Blieskastel teilnahmen. An zwei Samstagen und an fünf Abenden während der Woche drückten die 16 Männer die "Schulbank", um zum Ende ihrer zweijährigen Grundausbildung einen der wichtigsten Lehrgänge überhaupt zu absolvieren

Blieskastel. Neben den planmäßigen Übungen und den Einsätzen bewiesen jetzt 16 Wehrangehörige großes Engagement, als sie am Truppführer-Lehrgang der Feuerwehr Blieskastel teilnahmen. An zwei Samstagen und an fünf Abenden während der Woche drückten die 16 Männer die "Schulbank", um zum Ende ihrer zweijährigen Grundausbildung einen der wichtigsten Lehrgänge überhaupt zu absolvieren. "Mit Bestehen des Truppführer-Lehrgangs erlangen alle Feuerwehrleute die Zugangsberechtigung zur Landesfeuerwehrschule", so der stellvertretende Wehrführer der Feuerwehr Blieskastel, Christian Märkert, über den Stellenwert des Lehrgangs.Vergleichbar ist der Lehrgang mit der "Gesellenprüfung" im Berufsleben, so Märkert. Insbesondere das ehrenamtliche Engagement der Wehrleute sei nicht zu unterschätzen, da alle Teilnehmer sich nach der Arbeit noch stundenlang in den Unterricht setzten. Dabei stand neben den praktischen Einheiten jede Menge Theorie auf dem Lehrplan. So wurden die 16 Feuerwehrangehörigen von 14 Ausbildern in den unterschiedlichsten theoretischen Bereichen unterrichtet.

Überall hohes Niveau

"Rechtsgrundlagen, Unfallverhütung, Gefahren der Einsatzstelle sowie gefährliche Güter standen ebenso auf dem Dienstplan wie theoretische Grundlagen zu den Schlagworten ,Brennen und Löschen'", berichtet der Feuerwehr-Ausbildungsbeauftragte der Stadt Blieskastel. Und auch die Erste Hilfe blieb im Verlauf der Lehrgangswoche nicht außen vor.

Durch die kreisweit einheitlichen Vorträge und verwendeten Lehrvorlagen hat die Ausbildung überall ein sehr hohes Niveau, so der stellvertretende Kreisbrandinspekteur des Saarpfalz-Kreises, Gottfried Leis aus Bexbach. Hierdurch werden in den nächsten Jahren die Ausbildungsinhalte im Saarpfalz-Kreis wesentlich verbessert. Die praktischen Übungseinheiten begannen am ersten Samstag mit Stationsausbildung aller Lehrgangsteilnehmer auf dem Hof der Blieskasteler Feuerwache.

Hierbei wurden ein Löschangriff über Treppenraum, ein Kellerbrand, eine Wasserentnahme aus offenem Gewässer und ein Schaumangriff geübt. Standen an den Wochentagen Fahrzeug- und Gerätekunde für alle auf dem Lehrplan, konnten die erworbenen Kenntnisse am zweiten Samstag bei der Stationsausbildung weiter vertieft werden. Drei Stationen musste dabei jede Gruppe einmal durchlaufen, um Wissenswertes über den Umgang mit Schere und Spreizer, dem Ölsanimat, verschiedenen Seilwinden und Dicht- oder Hebekissen zu erfahren.

"Um die Kameradschaft unter den Lehrgangsteilnehmern zu festigen, würfelten wir die einzelnen Gruppen bunt zusammen", so die Verantwortlichen des Lehrgangs. Die praktische Prüfung am zweiten Samstag war eine Großübung aller Lehrgangsteilnehmer an der Geschwister-Scholl-Schule in Blieskastel, wo mit verschiedenen Feuerwehrfahrzeugen der Wehren ein vorschriftsgemäßer Löschangriff aufgebaut wurde und zwei Personen gerettet werden mussten. Ohnehin habe die Zusammenarbeit der 16 Teilnehmer bestens funktioniert: "Der Lehrgangsverlauf war überaus zufriedenstellend. Hervorzuheben ist dabei die gute Disziplin aller Teilnehmer", so die Ausbildungsbeauftragte aus Blieskastel und St. Ingbert.

Über die Grenzen hinaus

Dass die Kameradschaft in der Feuerwehr auch über die Stadtgrenzen hinaus etwas gilt, bewies die Tatsache, dass neben den Feuerwehrleuten aus Blieskastel auch Floriansjünger aus dem Mandelbachtal und St. Ingbert am Lehrgang teilnahmen. Wie ihre Kollegen aus den Löschbezirken der Stadt Blieskastel bestanden auch alle Gäste die schriftliche Prüfung des Lehrgangs ohne Probleme. red

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