Wegekreuz steht wieder am Platz

Bäume, die eine Gefahr darstellten, mussten vergangenes Jahr weg. Leider kam dabei auch das Wegekreuz am Ende der Reichenbrunner Straße in Oberwürzbach zu Schaden. Im Herbst wusste man dann, dass es erneuert wird, seit wenigen Tagen steht es wieder an seinem alten Platz.

. Die Enttäuschung der Oberwürzbacher war im vergangenen September groß, als das Wegekreuz am Ende der Reichenbrunner Straße, das an den Deutsch-Französischen Krieg 1870 und 71 erinnert, bei Baumfällarbeiten zertrümmert wurde. Erst fünf Jahre zuvor war es liebevoll restauriert worden. Revierförster Michael Weber konnte sich nur für diesen "Unfall" entschuldigen, doch er ließ keinen Zweifel daran, dass die mit den Fällungen betrauten Männer "hochspezialisierte Arbeit" geleistet haben und es immer zu unvorhersehbaren Ereignissen kommen kann. Er sprach gar von der schwierigsten Verkehrssicherungsmaßnahme, mit der er je betraut war. Die Bäume , deren Wurzelhälse zum Teil schon frei lagen und die "schon auf dem Fels stampften", wie Weber damals sagte, mussten weg, denn der erodierte Hang bot ihnen keine ausreichende Standsicherheit mehr. Trotz Zerstörung des Kreuzes sei die "Maßnahme super gelaufen", wie von den Verantwortlichen zu hören war. Es ist kein Mensch zu Schaden gekommen, das hatte oberste Priorität.

Der Kreuz-Schaden wurde der Versicherung gemeldet und schon im Herbst war von Ortsvorsteherin, Anwohnern und auch dem Saarforst Landesbetrieb zu erfahren, dass das Kreuz wieder aufgestellt wird.

Und nun ist es seit ein paar Tagen wieder an seinem angestammten Platz und fällt durch den vom Strauchwerk befreiten Hang richtig ins Auge. Ein Teil des Sandsteinkreuzes war nicht mehr zu retten und wurde von Steinmetz Abel aus Niederwürzbach neu gefertigt, Alfons Bubel nahm sich des Korpus' an. Die Anwohner freuen sich über das Wiederaufstellen ihres Kreuzes und manche finden es schöner als zuvor. "Das wird noch viel schöner", weiß Bubel der von zwei Bäumen und Bänken spricht, die später diesen Bereich schmücken sollen.

Der Weg Richtung Wanderhütte wurde neu gepflastert, das kleine Sandsteinmäuerchen wird noch weiter nach vorn und instand gesetzt, der Hang noch etwas abgeflacht und mit ein paar Sträuchern versehen, was die Stadtgärtnerei übernimmt. Mindestens 25 Stunden investierte der gelernte Modellbauer Bubel in die Rekonstruktion des Herrgotts, der innen mit Glasfaser aufgebaut und nach dem Zusammensetzen der Einzelteile neu lackiert wurde. Selbst Bubel, der gegenüber wohnt, hat das Kreuz noch nie so wahrgenommen wie jetzt, wo der rote Hang beräumt ist und die ideale Kulisse für das helle Kreuz bildet. "So groß war das noch nie, habe ich gedacht", so Bubel nach der Errichtung des Kreuzes am 12. März, "ich habe mir erstmal alte Bilder angeschaut und gesehen, dass es genau wie vorher steht." Doch nun wirkt es einfach anders und vielleicht sogar schöner - dank fleißiger Helfer.