Wahlbeteiligung an die 80 Prozent

Viele Stimmen konnten dazugewonnen werden, die CDU ist mit ihrem Abschneiden sehr zufrieden. Das Abschneiden der FDP sei hingegen desaströs. SPD sieht ihre Entscheidung für David Lindemann bestätigt.

Die CDU-Bürgermeister aus der Region sehen das Ergebnis der Bundestagswahl vom vergangenen Sonntag naturgemäß sehr positiv. Besonders die hohe Wahlbeteiligung wurde sowohl von Gerd Tussing (Mandelbachtal) als auch von Alexander Rubeck (Gersheim) herausgehoben. "Wir hatten mit an die 80 Prozent Wahlbeteiligung mit die höchste Wahlbeteiligung. Darüber bin ich natürlich sehr froh", stellte Alexander Rubeck heraus. Als Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes sei er mit dem CDU-Ergebnis sehr zufrieden. "Wir sind mit Abstand stärkste Partei und haben sowohl bei den Erst-, als auch bei den Zweitstimmen ordentlich zugelegt", stellte Rubeck heraus. Das Abschneiden der FDP nannte der Gersheimer CDU-Chef "enttäuschend", aber die FDP habe sich durch ihr Verhalten "selbst zugrunde gerichtet". "Ganz entspannt" sieht Rubeck den Verhandlungen von CDU mit der CSU entgegen: "Die haben sich noch immer zusammen gerauft und einen tragfähigen Kompromiss gefunden. Ich denke, das wird auch bei der Pkw-Maut so sein".

Sein Kollege Gerd Tussing aus dem Mandelbachtal stellt ebenfalls die hohe Wahlbeteiligung heraus: "Die Wahl verlief bei uns reibungslos, besonders freut uns die hohe Wahlbeteiligung", unterstrich der Verwaltungschef. Das Ergebnis sei für einen CDU-Bürgermeister "höchst erfreulich". Tussing erwartet für seine Partei auch einen "kräftigen Schub" für die anstehenden Kommunalwahlen. Das Abschneiden der FDP nennt Tussing "ein Desaster". Er ist gespannt, ob sich das auch auf kommunaler Ebene auswirkt. Denn die FDP im Mandelbachtaler Rathaus befindet sich in einer Koalition mit der CDU.

Auch die Verwaltungschefin im Rathaus am Paradeplatz in Blieskastel, Annelie Faber-Wegener, wertete das Wahlergebnis als "sehr, sehr positiv". Die CDU habe insgesamt einen sehr engagierten Wahlkampf geführt, und die Menschen sähen in Angela Merkel "einen Garant für eine wirtschaftlich gesunde Zukunft". Auch die Blieskasteler Bürgermeisterin ist mit der Wahlbeteiligung zufrieden. Zum Abschneiden der FDP hat sie eine klare Meinung: "Die FDP hat keine gute Politik gemacht. Also wurde sie vom Wähler abgestraft."

Michael Clivot aus Walsheim hatte sich innerhalb der SPD auch um die Position der Kandidaten für den Wahlkreis 299 (Homburg) beworben. Aber David Lindemann hatte innerparteilich die Nase vorn. Dennoch hat sich Michael Clivot in den Dienst der Partei gestellt: "Wir waren so dicht dran, aber es hat aufgrund der allgemeinen Stimmung nicht geklappt". Und weil man so dicht dran war, sei es umso bedauerlicher, das Ziel so knapp verfehlt zu haben. Und es sei auch erstaunlich, wie David Lindemann als politischer "Quereinsteiger" den "Amtsinhaber" Alexander Funk habe in Bedrängnis bringen können.

Hätte Michael Clivot die Kampagne anders angelegt als David Lindemann? "Ich hätte sicherlich nicht vieles anders gemacht. Wir waren sehr präsent im Wahlkampf, und man wird sicherlich auch bei kommenden Wahlen wieder viele Hausbesuche machen", stellte Clivot heraus.