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Wagenhofer nimmt sich die Bildung vor

Wagenhofer nimmt sich die Bildung vor

Regisseur Erwin Wagenhofer ist durch seine gesellschaftskritischen Dokumentarfilme bekannt geworden. Am Wochenende läuft „Alphabet“ in der Kinowerkstatt St. Ingbert. Und am Montag gibt's „Master of the Universe“.

. "Alphabet" (Österreich/Deutschland 2013, 90 Minuten) - der neue Film von "We feed the World"-Regisseur Erwin Wagenhofer, für Lehrer, Erzieher und Schüler gleichermaßen interessant, läuft am heutigen Freitag um 18 und 20 Uhr, am Sonntag um 18 Uhr sowie am Montag 18 Uhr nochmal in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49. Der Österreicher Erwin Wagenhofer ist durch seine gesellschaftskritischen Dokumentarfilme bekannt geworden, in denen er grassierende Missstände thematisiert. In seinem Film "We Feed the World - Essen Global" zeigt er die oftmals absurden Exzesse einer globalisierten Nahrungsmittelindustrie, in "Let's Make Money" seziert er den neoliberalen Raubtierkapitalismus. In seiner "Alphabet" betitelten Dokumentation beschäftigt sich der Regisseur nun mit den Folgen eines weltweit zunehmend standardisierten und alleine auf Effizienz ausgerichteten Bildungssystems. Als Ausgangspunkt nimmt Wagenhofer die Frage, was die Ursache der in seinen vorherigen Dokumentationen gezeigten Fehlentwicklungen ist. Die Grundthese von "Alphabet" besteht darin, dass die (Schul-)Bildung in den westlichen Industrienationen, aber auch in aufstrebenden Nationen wie China, auf die Schaffung konformer Arbeitsbienen abzielt und hierbei die ursprüngliche kindliche Kreativität verlorengeht. Anstatt die persönliche Selbstentfaltung freier Individuen zu fördern, ist das Ziel zunehmend, die Menschen für die Erfordernisse der Wirtschaft fit zu machen. Dies führt zu einem immer gnadenloser werdenden Drill. So führt China inzwischen in sämtlichen Bereichen der Pisa-Studie die Statistiken an und hat gleichzeitig die weltweit höchsten Selbstmordquoten unter Schülern.

Mit Jamie Foxx

Quentin Tarantinos bisher letzter Film "Django unchained" (USA 2012) mit Jamie Foxx (Django), Christoph Waltz (Dr. King Schultz), Leonardo DiCaprio (Calvin Candie) und Walton Goggins (Billy Crash läuft am heutigen Freitag um 21.45 Uhr in der englischen Originalfassung, am Samstag, 7. Dezember, um 20 Uhr in der deutschen Fassung. In Quentin Tarantinos Western "Django Unchained" befreit Christoph Waltz den Sklaven Jamie Foxx, um Oberfiesling Leonardo DiCaprio einen Besuch abzustatten. "Django unchained" wird am Mittwoch, 11. Dezember, um 19.30 Uhr von Matthias Ziegler in der Kinowerkstatt besprochen. In "Ich - einfach unverbesserlich 2" (USA 2013) Regie: Chris Renaud, Pierre Coffin, der am Samstag, 7. Dezember, um 18 Uhr in der Kinowerkstatt zu sehen ist, hat der Superschurke Gru (Stimme: Oliver Rohrbeck) inzwischen mit seiner kriminellen Vergangenheit abgeschlossen und führt mit seinen drei Adoptivtöchtern Margo, Edith und Agnes ein beschauliches Leben. Außer der Organisation von Kindergeburtstagen, dem Abwimmeln unliebsamer Verehrer seiner Töchter und den Verkupplungsversuchen seiner Nachbarin hat er nicht viel zu tun. Erst als es zu einigen mysteriösen Vorfällen kommt, die auf das Konto eines neuen Superschurken gehen könnten, sieht sich Gru vor neue Aufgaben gestellt - ob er will oder nicht. Im Kino für alle am Sonntag, 8. Dezember, um 16 Uhr ist in der Kionwerkstatt der Film "Das Pferd auf dem Balkon" (Österreich 2013) zu sehen. Der 10-jährige Mika hat das Asperger-Syndrom, eine leichte Form von Autismus. Eines Nachts entdeckt Mika ein Pferd auf dem Balkon der gegenüberliegenden Wohnung des neuen Nachbars Sascha. Die Kinowerkstatt zeigt am Montag, 9. Dezember, um 20 Uhr den Film "Master of the Universe". Regie: Marc Bauder.

kinowerkstatt.de