Abenteuer-Reihe : Zwischen Pazifik und Karibik

Ein besondere Reise nach Südamerika können Gäste im Bildungszentrum Kirkel am Mittwoch, 20. Februar, erleben. Der Abenteurer Helmut Lofi berichtet über „Kolumbien – Eine Reise durch ein faszinierendes Land“.

In der beliebten Vortragsreihe „Fremde Länder, Kulturen und Menschen“ im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel geht es diesmal nach Südamerika. Am Mittwoch, 20. Februar, 19 Uhr, berichtet der Abenteurer Helmut Lofi über Kolumbien unter dem Titel „Kolumbien – Eine Reise durch ein faszinierendes Land“. Seit vielen Jahren ist er immer wieder Gast bei der Vortragsreihe im Bildungszentrum.

Kolumbien ist eine Republik im nördlichen Teil von Südamerika und bevölkerungsmäßig mit rund 50 Millionen Einwohnern nach Brasilien der zweitgrößte Staat Südamerikas. Das Land grenzt sowohl an den Pazifischen Ozean als auch an das Karibische Meer und auf dem Festland im Nordwesten an Panama, im Osten an Venezuela, im Südosten an Brasilien, im Süden an Peru und im Südwesten Ecuador. Im Land gab es jahrzehntelange Bürgerkriege zwischen linken und rechten Gruppierungen. Mit der größten Rebellenorganisation FARC kam es jedoch 2017 zu einem Friedensvertrag und einer parlamentarischen Vereinbarung.

Wolfgang Lofi, ein weit gereister und erfahrener Globetrotter, ist ein intimer Kenner des Kontinents Südamerika, wo er alle Länder außer den drei Guayanas besuchte. Kolumbien war, nach vielen Jahren des erbitterten Bürgerkriegs, sein letztes Ziel auf dem Subkontinent. Im Vorfeld der Veranstaltung sagt Helmut Lofi: „Mit dem Flugzeug ging es über New York nach Bogota, in die kolumbianische Hauptstadt. Die acht Millionen Einwohnern zählende Metropole liegt auf einer Höhe von 2500 Metern. Sehenswert sind unter anderem die Candelaria, das ist die Altstadt der Hauptstadt, und der Cerro de Monserrate auf 3152 Meter mit seiner malerischen Kirche und das Goldmuseum.“

Eine Überraschung sind die weltberühmten Botero-Figuren. Benannt sind die Figuren nach Fernando Botero (geboren am 19. April 1932 in Medellín). Er ist ein kolumbianischer Maler und seit 1976 auch Bildhauer. Er stammt aus bescheidenen Verhältnissen, einer noch in den Anden lebenden Familie. Noch als Schüler im Alter von 12 Jahren begann Fernando Botero zu malen. Er verdiente sich seinen Lebensunterhalt schnell als Designer und Illustrator. Mit 16 Jahren nahm er im Jahr 1948 zum ersten Mal an einer Ausstellung von Malern in Medellín teil. 1951 zog er nach Bogotá und kurz darauf nach Europa. Botero selbst bezeichnet sich als „den kolumbianischsten aller kolumbianischen Maler“. Seine grotesk-naiven Figuren versteht er als „Symbole einer degenerierten Kolonialbourgeoisie“, was immer dies heißen soll.

In Bamberg wurden 1998 im Rahmen des Skulpturenweges eine Vielzahl von Plastiken im Stadtgebiet ausgestellt. Im Anschluss an die Präsentation erwarb die Stadt mit Hilfe zahlreicher Spender „die Liegende mit Frucht“. 2006 sorgte er mit seinen Gemälden zum Folterskandal im Abu-Ghuraib-Gefängnis für Aufsehen. Im Herbst 2007 waren Werke von Botero in Berlin zu sehen. Zum Abschluss des 26. Filmfest München wurde am 28. Juni 2008 der Dokumentarfilm „Botero - Born in Medellin“ in Anwesenheit des Künstlers und des deutschen Regisseurs Peter Schamoni uraufgeführt.

Mit dem Fernbus ging es für Helmut Lofi dann nach Norden in Richtung karibische Küste, nach Tunja und weiter mit dem Kleinbus in eine der schönsten Kolonialstädte Kolumbiens: Villa des Leyva. „Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein“, so Lofi.

Nächste Destination war San Gil, eine Kleinstadt mit einem schönen Naturpark und Ausgangspunkt für Ausflüge in die Kolonialstadt Barichara und den Nationalpark Chicamocha. Über die Großstadt Bucaramanga führte eine zwölf Stunden. dauernde Busfahrt nach Cartagena, zur „Perle der Karibik“. Hier findet man neben der Candelaria eine weitere wunderschöne Altstadt Südamerikas, ein Unesco-Weltkulturerbe: „Das spanische Flair ist unverkennbar.“ Dann ging es zurück in den Süden mit dem Flugzeug nach Bogota, wobei in Medellin, einer Drei-Millionenstadt, eine Stopp eingelegt wurde. Medellin genoss einst wegen ihres Kokain-Kartells, angeführt von Pablo Escorbar, einen sehr anrüchigen Ruf.

Die Veranstalter, die Freundes Abenteuer-Museum, die Arbeitskammer und die Gemeinde Kirkel (als Kooperationspartner) verspreche den Gästen: „Lassen sie sich faszinieren von einem beeindruckenden Land, das nach Amerikas Entdecker Christoph Kolumbus benannt wurde, obwohl dieser die Region nie betreten hat.“

Der Eintritt ist frei, Spenden für ein soziales Projekt sind willkommen. Wegen der großen Nachfrage ist eine Anmeldung/Reservierung unter Tel. (06849) 90 90 oder per E-Mail: info.bzk@arbeitskammer.de notwendig.

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