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Vorrang für Busse an zwölf Ampeln in St. Ingbert

Moderne Ampeln in St. Ingbert : Vorrang für Busse an zwölf Ampeln

Das Satelliten- und Mobilfunk-gestützte System für die Innenstadt und Rohrbach kostete 97 000 Euro.

(red) Die Stadt St. Ingbert hat bis Ende vergangenen Jahres zwölf Ampeln mit Vorrangschaltungen für Busse ausrüsten lassen. Im Kern ging es um den Aufbau einer satelliten- und mobilfunkgestützten Priorisierung an Ampelanlagen. Die Übertragung der Meldepunkte erfolgt nun durch so genannte On-Board-Units zu einem Sitraffic Stream Server.

Bei Sitraffic Stream kann jeder Bus online lokalisiert werden. Passiert er den Meldepunkt vor der Kreuzung, so wird über die Verkehrszentrale veranlasst, die Lichtsignalanlage auf Grün zu schalten. Hat er die Kreuzung verlassen, meldet er sich automatisch am entsprechenden Meldepunkt ab, und die Zentrale veranlasst sofort das Umschalten auf Normalbetrieb. Sitraffic Stream nutzt die Vorteile der Satelliten-Navigation, aufwendige und teure straßenseitige Installationen waren nicht notwendig. Ziel der Umrüstung ist, Verspätungen im Busverkehr, insbesondere in Richtung Rohrbach, zu vermeiden.

Für die Aufrüstung der betreffenden Lichtsignalanlagen waren sowohl Arbeiten an den einzelnen Lichtsignalanlagen als auch eine Sitraffic Stream-Installation notwendig. Die Baumaßnahme hatte ein Volumen von rund 97 000 Euro. Sie wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des Saarlandes gefördert.

Folgende Lichtsignalanlagen (LSA) sind nach Angaben der Stadtverwaltung umgerüstet worden: In St. Ingbert-Mitte die Ampeln an den Kreuzungen Kaiserstraße/Otto-Toussaint-Straße, Otto-Toussaint-Straße/Maxplatz, Poststraße/Ludwigstraße, Poststraße, Höhe Kirchengasse, Poststraße/Rickertstraße, Poststraße/Spitalstraße, Schlachthofstraße/Poststraße, Kaiserstraße/Spieser Landstraße, Kaiserstraße/Oststraße, Kaiserstraße, Höhe Spieser Landstraße. In Rohrbach sind des die Ampeln in der Oberen Kaiserstraße 120 a und der Oberen Kaiserstraße 81 a.

Nicht nur die Fahrgäste des ÖPNV freuen sich über die Aufrüstung der Ampelanlagen. Auch Markus Schmitt, der sich als Beigeordneter auch für eine nachhaltige Stadtentwicklung stark machen will, sieht diese Investition positiv: „Fortschritt durch Technik bedeutet nicht nur kürzere Fahrzeiten für die Gäste, sondern auch einen Bonus für die Umwelt.“