Von einem Helden des Widerstands

Die Kinowerkstatt hat in den kommenden Tagen Filme gegen das Vergessen und über das Vergessen im Programm: „Georg Elser – einer aus Deutschland“ und „Still Alice“ sind angesetzt. Aber auch die Freunde des französischen Kinos kommen auf ihre Kosten.

In Céline Sciammas Drama "Girlhood" ("Bande de filles",Frankreich 2014, OmU), der in der Kinowerkstatt am morgigen Freitag, um 19 Uhr noch einmal läuft, geht es, wie in ihren vorherigen Werken "Tomboy" und "Water Lilies" auch, um das Erwachsenwerden von jungen Mädchen. Damit trifft sie offensichtlich voll den Geschmack des Publikums, das den Film auf dem Toronto International Film Festival 2014 laut übereinstimmender Presseberichte positiv aufnahm.

In "Girlhood" ist Marieme (Karidja Toure) zu sehen, die mit ihrer Familie nicht viel anfangen kann und keine Perspektive für ihre Zukunft sieht. Auf der Suche nach der eigenen Identität schließt sie sich einer Mädchen-Gang an, verlässt die Schule, verändert ihr Aussehen und sogar ihren Namen. Endlich wird sie akzeptiert und lernt, sich durchzusetzen. Die Zwänge, die innerhalb der Gruppe herrschen, lassen Marieme derweil in den Vororten von Paris auf die schiefe Bahn geraten.

Gerade startet der Film "Elser" von Oliver Hirschbiegel in den deutschen Kinos .

Die Kinowerkstatt zeigt aus diesem Anlass am Samstag, 18. April, um 20 Uhr den Spielfilm "Georg Elser - einer aus Deutschland" von und mit (BRD 1989) Klaus Maria Brandauer aus dem Jahre 1989, das Porträt eines einfachen Mannes aus dem Volke, der früher als viele andere erkannte, auf welche Katastrophe Deutschland zusteuerte - und handelte: Der einfache Schreiner Georg Elser plant einen Anschlag auf Hitler im Bürgerbräukeller am 8. November 1939. Elser baut dazu eine Zeitbombe in die Säule vor dem Rednerpult zu den Feierlichkeiten des Putschversuches der Nazis. Doch das Attentat misslingt, weil Hitler die Veranstaltung zehn Minuten früher als von Elser geplant, verlässt. Georg Elser wird an der Schweizer Grenze festgenommen und kurz vor Kriegsende im Konzentrationslager ermordet.

Klaus Maria Brandauer setzte diesem unbekannten Helden des Widerstandes mit seinem Film ein Denkmal.

"Still Alice - Mein Leben ohne Gestern" (USA 2014) von den Regisseur Richard Glatzer und Wash Westmoreland mit Julianne Moore , Alec Baldwin , Kristen Stewart , Kate Bosworth, Shane McRae, Hunter Parrish, Seth Gilliam und Victoria Cartagena läuft in der Kinowerkstatt am Samstag, 18. April, um 18 Uhr, sowie am Montag, 20 April, um 20 Uhr.

Die Oscar-Gewinnerin Julianne Moore spielt in der Romanverfilmung "Still Alice - Mein Leben ohne Gestern" eine Professorin, die an Alzheimer erkrankt.

Alice Howland (Julianne Moore ) ist Professorin für Kognitive Psychologie und glücklich verheiratet. Gemeinsam mit ihrem Mann John (Alec Baldwin ) hat sie drei bereits erwachsene Kinder: Lydia (Kristen Stewart ), Anna (Kate Bosworth) und Tom (Hunter Parrish). Im Alter von 50 Jahren erhält Alice jedoch eine erschütternde Diagnose: Sie ist an Alzheimer erkrankt.

Die fortschreitende Krankheit stellt für die Familie eine unvergleichliche Belastung dar, und gemeinsam müssen sie einen Weg finden, mit der Diagnose Alzheimer umzugehen.

"Still Alice - Mein Leben ohne Gestern" von Richard Glatzer und seinem Ehemann Wash Westmoreland basiert auf dem gleichnamigen Roman der 1970 geborenen Neurologin Lisa Genova. Mit dem 2007 erschienenen Buch feierte sie ihr Debüt als Romanautorin. Für über 40 Wochen stand der Roman auf der Bestsellerliste der New York Times, wurde in über 30 Länder verkauft und in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Darüber hinaus wurde "Still Alice" 2013 von Christine Mary Dunford auch erfolgreich für die Theaterbühne adaptiert.

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