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Vier Tage für Marguerite Duras und den Film

Vier Tage für Marguerite Duras und den Film

Kinowerkstatt St. Ingbert widmet ihre französischen Filmtage am Wochenende der berühmten Autorin.

() Am ersten Februar-Wochenende, von Freitag bis Montag, 3. bis 6. Februar, finden zum 21. Mal die französischen Filmtage in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, statt. Sie geben wie immer Einblicke in das französische Filmschaffen. Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das Schaffen von Marguerite Duras, der bedeutenden französischen Autorin von Romanen, Theaterstücken und Drehbüchern, deren Todestag sich 2016 zum 20. Mal jährte. Die Schirmherrschaft hat Catherine Robinet, Generalkonsulin Frankreichs im Saarland, übernommen, die nach dem Eröffnungsfilm persönlich zum Vin d'honneur einlädt. Unterstützt werden die französischen Filmtage wie gewohnt vom Institut d'Etudes françaises in Saarbrücken. Zur Einführung in ihr Werk dient die Arte-Dokumentation "Das Jahrhundert der Duras". Geschildert wird ihr lebenslanges Engagement gegen den Kolonialismus (Indochina, Algerien) und ihr politischer Kampf gegen die Ideen und Ziele der extremen Rechten. Aus ihrem Schaffen werden einige markante Beispiele gezeigt: Eröffnungsfilm ist "Un Barrage contra le Pacifique": Die Geschichte einer Witwe und ihrer heranwachsenden Kinder im Indochina der 30er-Jahre. "Hiroshima, mon amour", ein Klassiker, der die Erinnerungen an die vergangenen Kriege (die Atombombe von Hiroshima, die Besatzung in Frankreich von 1940 bis 1944) wachruft. In "Des Journées entières dans les arbres" versucht eine alte Dame in das, wie sie meint, liederliche Leben ihres erwachsenen Sohnes einzugreifen. In "Une aussi longue Absence" versucht eine Pariser Bistro-Wirtin herauszufinden, ob ein Clochard, der täglich an ihrem Lokal vorbeigeht, wirklich ihr seit 15 Jahren vermisster Ehemann ist. Als Ergänzung des Programms werden sehenswerte und erfolgreiche Kinoproduktionen der letzten Jahre präsentiert: In der Sonntagsmatinee um 11 Uhr läuft die Komödie "Der Vorname", in der einige Pariser Bildungsbürger über die simple Frage streiten, ob man heutzutage für einen Jungen den Vornamen "Adolf" wählen kann (Diese Geschichte wurde im November in St. Ingbert als Bühnenstück aufgeführt). Lebhaft geht es in "Copacabana" zu, in dem eine ausgeflippte Mutter (Isabelle Huppert) und ihr braves Töchterlein mit viel Mühe versuchen, miteinander auszukommen. Ob es ihnen gelingt, bleibt lange ungewiss. Den Abschluss bildet "On connaît la chanson" von Alain Resnais, in dem es um die schwierige Suche nach einer Wohnung in Paris geht. Der Witz dieses Films besteht darin, dass in die Dialoge immer wieder Zitate aus bekannten Chansons eingebaut sind. Die Filme werden in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt oder sind in deutscher Sprache kommentiert.

Preise: Festivalkarte, carte festival 15 Euro, Einzeln 4 Euro, Mitglieder 3 Euro, Schüler/Studenten 2,50 Euro, Frühstück (Sonntag) plus 5 Euro.www.kinowerkstatt.de

Zum Thema:

Filme und Zeiten Freitag: 19 Uhr Eröffnungsfilm "Un Barrage contre le Pacifique". Samstag: 18 Uhr "Le siècle de Duras" (Das Jahrhundert der Duras), 20 Uhr "Hiroshima mon amour". Sonntag: 11 Uhr "Le prénom" (Der Vorname), 18 Uhr "Des Journées entières dans les arbres (Ganze Tage in den Bäumen), 20 Uhr "Une aussi longue absence". Montag: 18 Uhr, ,,Copacabana'', 20 Uhr "On connaît la chanson" (Das Leben ist ein Chanson).