Viel vorgenommen für die Zukunft

Viel Polit-Prominenz ist zum Neujahrsempfang der SPD Niederwürzbach gekommen und konnte sich davon überzeugen, wie engagiert die Sozialdemokraten das neue Jahr angehen. Aufgaben gibt es reichlich.

An Selbstbewusstsein, das konnte der interessierte Beobachter unschwer erkennen, mangelt es der SPD Niederwürzbach im neuen Jahr kaum. Bei ihrem Neujahrsempfang im Feuerwehrhaus gab es am Sonntag ein Stelldichein der politischen Führungskräfte, wie man es in dieser Form nur selten erlebt hat: Bundes- und Landtagsabgeordnete, Landrat Clemens Lindemann und der Bewerber um seine Nachfolge Theophil Gallo ebenso wie der Chef der SPD-Landtagsfraktion Stefan Pauluhn. Am Ende sogar noch der neue Umwelt- und Justizminister Reinhold Jost, dazu viele Kreis-, Stadt- und Ortsratsmitglieder. Auch eine stattliche Anzahl von Mitgliedern der Linken war der Einladung gefolgt. Mit dabei selbstverständlich auch die Spitzentroika der örtlichen Sozialdemokraten: Harald Pauly, den es in den Kreistag zieht, Andreas Motsch, Kandidat der Würzbacher für den Stadtrat in Blieskastel, und Petra Linz, die sich erstmals in der Öffentlichkeit als Herausfordererin des Ortsvorstehers Michael Wons präsentierte.

Spende für die DRK-Jugend

Zunächst aber wurden die Kinder und Jugendlichen des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und der Pfadfinder sowie die Sternsinger mit einer Geldspende bedacht. Es sei eine Tradition im SPD-Ortsverein, die Jugendarbeit von Vereinen und Verbänden zu honorieren, so SPD-Ortsvorsitzender Harald Pauly bei seiner Begrüßungsansprache. Andreas Motsch hob hervor, dass die SPD mit dieser Präsentation den Nachwuchsorganisationen ein Forum bieten wolle für die Nachwuchswerbung. Der SPD-Kandidat für das Amt des Landrats, Theophil Gallo, stellte dann die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit vor. Er sieht sein potenzielles Schaffen in Kontinuität zu der seines Vorgängers Clemens Lindemanns, für den er viele lobende Worte fand. Schwerpunkte seien weiterhin die Bildung und die Förderung des Ehrenamtes. Auch die Folgen des demografischen Wandels wolle er in seiner möglichen Amtszeit im Blick behalten. Petra Linz ("Ich spreche die Sprache der Bergleute, klar und verständlich") blickte auf eine "arbeitsintensive und erfolgreiche Arbeit" in den Gremien, hier besonders im Würzbacher Ortsrat zurück. Sie erinnerte an die Wasgau-Marktansiedlung und wie man das "Scheinargument kostenloser Abriss der alten Würzbachhalle" der Ansiedlung in der Würzbachhallenstraße entlarvt habe. Auch sei es gelungen, den Neubau eines Restaurants auf dem "Filetstück" Badeplatz zu verhindern. Man habe in Sachen Weiher sehr viel bewegt, etwa beim Mähboot oder bei der Sanierung des Rundweges.

Urnenwand und Würzbachhalle

Es gab viel Kritik am Ortsvorsteher und an der Mehrheit im Ortsrat, dort schmücke man sich mit fremden Federn. Viel habe man sich auch für die Zukunft vorgenommen, so zum Beispiel die Finanzierung einer Urnenwand, den Abriss der alten Würzbachhalle, der Sicherung des Standortes der Grundschule durch Verbesserung der Situation für die Freiwillige Ganztagsschule. Eine behindertengerechte WC-Anlage am Weiher, die Funktionalität der Toilette in der Leichenhalle oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung an den Ortseingängen seien weitere Schwerpunkte. Petra Linz will mehr Ortsratssitzungen abhalten, einmal im Jahr auch in Seelbach. "Ich kann es, wir können es", stellte sie selbstbewusst fest.

Viel Beifall dann für den neuen Justiz- und Umweltminister Reinhold Jost, der sich über die "vielen netten Menschen" in Niederwürzbach freute und über eine Gegend, die fast so schön sei wie seine Heimat. Er wolle sich dafür einsetzen, dass der ländliche Raum "nicht abgehängt" werde.