Viel Lob für Lindenfels-Atmosphäre

Das Hofgut Lindenfels in Alschbach lud am Wochenende zum zwölften Mal zu einem romantischen Weihnachtsmarkt ein. Die Besucher kamen aus dem gesamten Saarland, Lothringen und der Pfalz. Die meisten traten die Heimreise mit einem Saarland-Weihnachtsbaum an.

Vor allem am Sonntag herrschte bei strahlendem Sonnenschein Hochbetrieb. "Der Markt ist mittlerweile ein Selbstläufer. Je schlechter die Situation, je mehr brauchen die Menschen ihren Weihnachtsbaum", sagte Gundel Lindemann. "Bereits in den 1920er Jahren pflanzte der Gründer des Hofgutes, Carl Lindemann, erste Weihnachtsbäume, die seitdem am Hof verkauft werden." Als Gründer der Baumschule Gut Lindenfels setzt Christian Lindemann seit exakt 40 Jahren diese Tradition fort. "Bereits ab August flattern die roten Saarlandbaum-Banderolen als Gütesiegel bei uns an ausgesuchten Tannen und Fichten, die derart ,geadelt' dem Fest entgegenwachsen", erklärte der Fachmann für nachhaltigen Anbau von Weihnachtsbäumen.

Stabil die Preise: 20 Euro für eine Edeltanne, 15 Euro für die Blaufichte, jeweils pro laufendem Meter, zahlt der Kunde. Zum dritten Mal suchten Sybille und Helmut Schneider aus Hornbach sowie Ingrid und Norbert Rauch aus Brenschelbach ihren frisch geschlagenen Baum aus. Vermessen, im Netz verpacken und als Service zum Auto tragen: Die Hofgut- Mannschaft hatte wenig Pausen. Wie in den Vorjahren verbanden die Gäste den Kauf mit dem Besuch des gemütlichen Marktes vor und in der Gutsscheune. ,,Dies ist ein Markt mit Stil und Flair, einem interessanten Angebot und viel persönlichen Ratschlägen rund ums Weihnachtsfest", hatte Dorothee Sendrowski aus Blickweiler ausgemacht. Während sie mit den Freundinnen Elke Steis und Simone Mauz auf der Suche nach Geschenken für das Christkind war und dabei mit der Glaskunstmeisterin Anette Baldauf eine Schulfreundin aus Heusweiler traf, gönnten sich die Ehemänner Frank, Harald und Andreas einen Glühwein. Denn auch für das leibliche Wohl war gesorgt.

Märchenhafte Keramikkunst wie Wichtel, Kirchenmaus, Keramik-Saarländer sowie Schafherde samt Schäferkarren hatte Anna-Christina Linn aus Schwarzenbach gefertigt. Ständig umlagert: Peter Hilsensauer aus Homburg - originell seine auf Wunsch der Besucher gezeichneten Karikaturen. "Ich benutze russische Wasserfarben, die sind sehr ergiebig und zudem preiswert", verriet uns der pensionierte Mediziner, während er in Minutenschnelle einen Reporter mit Block zu Papier brachte.

Außergewöhnliche Seifen-Kreationen bot Karen Rink aus Blies-Ebersing an, so Haferflockenseife mit Honig und Milch, Espresso/Zitrone sowie Glühweinseife. Eulen, Kaninchen, Eisbären und Seehunde aus Fell sind das Hobby von Gertrud Uhl aus Ommersheim. Lilith Hohlstein, vier, aus Saarbrücken durfte sich ein Meerschweinchen aussuchen. Mit Töpferware war Judith Dawo vertreten, Petra Zipko bot Schmuck und Wärmendes aus Filz und Wolle an. Mit feinsten Pralinen aus der hochwertigen Valrohna-Schokolade konnte man sich bei Susanne Jochum aus Neuweiler eindecken. Renner war die Sorte Alicante mit Pistazien und Mandeln. "Hier spürt man eine besondere Herzlichkeit, mit dem Geschäft bin ich sehr zufrieden", zog sie ein Fazit.

Gut Lindenfels in Alschbach verkauft noch bis 23. Dezember täglich Tannenbäume sowie Schnittgrün für die Weihnachtsdekoration. Öffnungszeiten von 8 bis 17 Uhr, sonntags ab 10 Uhr.