Verkehrssituation sieht ganz anders aus

Verkehrssituation sieht ganz anders aus

Verkehrssituation sieht ganz anders aus Zum Artikel „Ortsrat kämpft für Zebrastreifen“ vom 7./8.

Dezember:

Über den Nutzen von Tempo 30 muss man selbstverständlich unter Berücksichtigung der Gegebenheiten vor Ort entscheiden. Den Kommentar von SPD-Mitglied Jochen Abel zur Ausweitung des Tempo-30-Bereichs in Oberwürzbach finde ich jedoch einigermaßen sarkastisch: "Das ist doch Schwachsinn. Wird ein Kind mit Tempo 30 angefahren, ist es genauso tot wie bei Tempo 50." Die reale Verkehrssituation sieht doch eher so aus, dass ein Autofahrer oder eine Autofahrerin auf die Bremse tritt, wenn beispielsweise in 15 Metern Entfernung ein Kind die Straße betritt. Bei Tempo 30 kommt das Auto nach 13,3 Metern zum Stehen (8,3 Meter Reaktionsweg plus fünf Meter Bremsweg), bei Tempo 50 beträgt allein der Reaktionsweg schon 13,9 Meter, der gesamte Anhalteweg sogar 27,7 Meter. Der Aufprall würde also fast mit voller Geschwindigkeit erfolgen. Bei Tempo 30 hätte es gerade noch gereicht.

Gerhard Stengel, St. Ingbert