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Verkaufsoffener Sonntag in St. Ingbert am 11. Oktober ohne Rahmenprogramm

Keine Kirmes, keine Imbissbuden : Verkaufsoffener Sonntag ohne Rahmenprogramm

Eigentlich sollte am kommenden Sonntag buntes Treiben in der St. Ingberter Innenstadt herrschen. Doch die Pandemie macht das unmöglich. Die Geschäfte sind dennoch geöffnet.

(dix) Eigentlich gab es für den 11. Oktober große Pläne in der Mittelstadt: nicht nur sollten an jenem Sonntag die Geschäfte öffnen, ursprünglich war auch eine Kirmes geplant – wie jedes Jahr an diesem Wochenende. Wegen der Corona-Pandemie und den aktuell ansteigenden Fallzahlen ist das alles ins Wasser gefallen. Florian Jung, Stadtpressesprecher in St. Ingbert, teilt auf Nachfrage unserer Zeitung mit, dass sogar Überlegungen angestellt worden seien, auch den verkaufsoffenen Sonntag ausfallen zu lassen. Doch jetzt steht fest: wenigstens der findet zwischen 13 und 18 Uhr statt. Aber: „Wir haben uns dazu entschieden, keine Extraaktonen stattfinden zu lassen. Im Wesentlichen wird das ein Tag wie jeder andere“, sagt Pressesprecher Jung.

Um wenigstens ein bisschen Kirmesstimmung aufkommen zu lassen, hat das Stadtmarketing den Versuch unternommen, Imbissbuden-Betreiber zu motivieren, ihre Stände in der Stadt aufzustellen. Das wäre „in Sachen Infektionen unproblematisch“ gewesen, sagt Jung. Doch die Standbetreiber wollten nicht kommen. Zu groß erschien ihnen das finanzielle Ausfallrisiko. Und das, obwohl die Stadt ihnen nicht einmal Standgebühren berechnet hätte. Diese sollen übrigens auch bei der Frühjahrskirmes entfallen – so sie denn stattfinden kann. Das sei in der jetzigen Situation jedoch nicht abzschätzbar, sagt Jung.

Nico Ganster vom Verein Handel und Gewerbe St. Ingbert zeigt sich zwiegespalten. „Es ist ein Balanceakt zwischen der Einhaltung der Hygienevorschriften und den Interessen des Handels. Der hat nämlich kein fruchtbares Halbjahr hinter sich.“ Deshalb sei es wichtig, Kunden zum Besuch der Innenstadt zu motivieren, doch das gestalte sich als schwierig. „Der Gewerbeverein muss Möglichkeiten ausloten, wir tun alles dafür, damit der Laden weiter läuft“, sagt Ganster. Das setze ein „hohes Maß an Verantwortung“ aller Beteiligten voraus. Es sei jedoch zu beobachten, dass die meisten Neuinfektionen dieser Tage nicht aus Handel und Gastronomie stammten, sondern von privaten Feiern, so Ganster weiter. „Es ist ärgerlich, wenn Gewerbetreibende sich um die Einhaltung aller Vorschriften bemühen und Privatpersonen unsere Anstrengungen dann zunichte machen.“