1. Saarland
  2. Saarpfalz-Kreis
  3. St. Ingbert

Vereinbarkeit von Windkraft und Biosphäre wird geprüft

Vereinbarkeit von Windkraft und Biosphäre wird geprüft

Blieskastel. "Es gibt zahlreiche ungeklärte Fragen zur Errichtung von Windenergieanlagen in einem Gebiet mit Biosphärenstatus wie der Biosphäre Bliesgau

Blieskastel. "Es gibt zahlreiche ungeklärte Fragen zur Errichtung von Windenergieanlagen in einem Gebiet mit Biosphärenstatus wie der Biosphäre Bliesgau. "Deshalb haben die Landtagsabgeordneten Dagmar Ensch-Engel und Barbara Spaniol gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Yvonne Ploetz und unserer Stadtratsfraktion eine entsprechende Anfrage erarbeitet und der Landesregierung übermittelt", berichtet der Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Dieter Geis.Sie möchten insbesondere die Fragen rund um den Biosphärenstatus geklärt wissen: Welche sind in der Biosphäre Bliesgau die Kernzonen, Pflegezonen, Vorranggebiete für Naturschutz und Vorranggebiete für Freiraumschutz, die keinesfalls mit Windrädern bebaut werden dürfen? Plant die Landesregierung die Biosphäre Bliesgau aus der Pflicht zur Windkraft zu entlassen, um den wertvollen Status als Biosphärenreservat nicht zu gefährden? Wie sind nach Ansicht der Landesregierung Windkraftanlagen und die zum Bau und Betrieb herzustellende Infrastruktur mit dem zu schützenden Landschaftsbild einer Biosphäre vereinbar?

Die Vorsitzende der Linken in Blieskastel, Yvonne Ploetz, ergänzt: "Bevor sich die Stadt Blieskastel der Aufgabe stellt, Standorte für Windkraftanlagen auszuweisen, sollten diese Punkte geklärt werden. Mit der biologisch und touristisch wertvollen Anerkennung als Biosphärenreservat darf nicht leichtfertig umgegangen werden. Derzeit können wir uns noch nicht vorstellen, wie das Unesco-Kernkriterium eingehalten werden kann, nämlich dass das wirtschaftliche Hauptentwicklungsziel einer Biosphärenregion der naturverträgliche Tourismus auf Grundlage der regionalen traditionellen Wirtschaftsformen sein soll." In einigen Wochen werde die Antwort der saarländischen Landesregierung vorliegen, so die Linken-Politiker. red