Verabschiedung des Diakons Holger Weberbauer aus St. Ingbert

Pfarrei Heiliger Ingobertus St. Ingbert : Holger Weberbauer verabschiedet

In einer gemeinsamen Messe mit den Gläubigen feierte der Diakon nach insgesamt 17 erfolgreichen Jahren sein vorerst letztes Hochamt in der Pfarrei Heiliger Ingobertus. Nun wird der Seelsorger in Homburg-Erbach tätig sein.

„Baue meine Kirche wieder auf, weil sie zerfällt!“ Diese Worte hörte Francesco Bernadone vom Kreuz in der Kirche San Damiano, welche sein Wirken prägen sollte. Am vergangenen Freitag feierte die Gemeinde St. Franziskus ihr Patrozinium, jedoch nicht nur zu Ehren des heiligen Franziskus als Namenspatron, sondern auch die Verabschiedung des Diakons Holger Weberbauer als hauptamtlicher Mitarbeiter der Pfarrei Heiliger Ingobertus. Mit diesen Worten, die Franziskus prägten, so Pfarrer Eiswirth aus der Pfarrei Heilige Edith Stein in Ludwigshafen, der als Wegbegleiter des Diakons die Gastpredigt hielt, hat auch Weberbauer in seinen 17 Jahren die Pfarrei in St. Ingbert geprägt. „Du hast mit deinen Charismen und Fähigkeiten in den unterschiedlichsten pastoralen Feldern an der Kirche Jesu mitgebaut und wirst es auch weiter als Diakon tun“, so Eiswirth wörtlich.

Die Wertschätzung seines Wirkens machte in der großen Zahl der anwesenden Gläubigen nochmals deutlich: Messdiener aus den verschiedensten Gemeinden, die Pfadfinder, der Chor der Gemeinde St. Franziskus zusammen mit dem Chor „Tonart“, die Kindergartenkinder der Gemeinde mit ihren Erziehern, Pfarrerin Michelle Scherer als Vertreterin der Evangelischen Nachbargemeinden, OB Ulli Meyer, das neue Pastoralteam und Carsten Neuheisel als Vertreter des Pfarreirates waren neben zahlreichen Mitchristen anwesend. „Gottes Liebe ist so wunderbar...“, so sangen stellvertretend für viele Jugendliche die Kinderartenkinder zur Eröffnung des Gottesdienstes.

Ein Lied, welches in 17 Jahren Kinderkirche oder Wortgottesfeiern der Kitas nicht fehlen durfte. „Und sangen die Kinder nicht kräftig genug“, so erinnerte sich Oberbürgermeister Ulli Meyer, „lernte man auch schnell, dass Lieder dann gerne nochmals gesungen wurden, weil Herr Weberbauer meinte, es ginge noch besser.“ Das machte Holger Weberbauer auch menschlich und nahbar. Seine Nähe und Verbundenheit zu den Menschen, die er auf besondere Weise sowohl in seinen Ansprachen als auch im persönlichen Miteinander zum Ausdruck bringen kann, zeigt sich auch darin, dass ein eigens zur Erstkommunion 2006 komponiertes Lied „Manches Mal....“ nochmals von einigen der damaligen Kommunionkindern gesungen wurde.

Auch die Worte von Nelly Sachs „Alles beginnt mit der Sehnsucht....“, die als Leitworte die Diakonweihe prägten, erklangen vom Chor und unterstützen somit musikalisch die Predigtinhalte. Eine festliche und zugleich stimmige Eucharistiefeier war es, genauso wie auch die Dinge, die Diakon Weberbauer in der Pfarrei mit anpackte. Spätestens bei den Dankesworten wurde es einem dann bewusst: Keiner will ihn gehen lassen und alle betonten, dass er St. Ingberter sei und auch weiterhin mit seiner Familie hier wohnen bleibe und gerne wirken möge.

Pfarrerin Scherer schloss auch in der Zukunft Kooperationen mit ihm nicht aus und Weberbauer selbst kann von seiner Pfarrei auch nicht wirklich lassen. Mit einem Augenzwinkern versprach er dem neuen Pastoralteam zugewandt, „es solle keine Drohung sein, aber man wird ihn sicherlich hier und da nochmals als Diakon erleben dürfen“. Großen Beifall bekam er für seine frei gesprochenen Dankesworte, die an alle Gläubigen der Pfarrei Heiliger Ingobertus gerichtet waren. Spätestens als er sich sichtlich gerührt an seine Familie wandte, konnte man Tränen in den Augen der Mitfeiernden sehen.

Sein Dank galt in ganz besonderer Weise seiner Frau Christine, die weiterhin als Gemeindereferentin in Rohrbach tätig sein wird, und dem gemeinsamen Sohn Raphael, als er sagte: „Ihr beiden habt meinen Frust immer aushalten müssen und stets mitgetragen.“ Carsten Neuheisel überreichte namens des Pfarreirates ein Geschenk, dass ihn an sein Wirken in St. Ingbert erinnern soll. Das Pastoralteam bildete den Abschluss der Dankesredner und schenkte ihm, da er nun am Tisch des Herrn wirken darf, symbolisch, eine Küchenschürze mit der Aufschrift „Diakon Holger Weberbauer“ und dazu passend ein Tablett. Als besondere Ehrerbietung sang der Chor „Tonart“ zusammen mit Menschen, denen Holger Weberbauer sehr nahe steht. Hierfür wurde das bekannte Musicallied „I will follow him“ eigens umgeschrieben: „Holger, du musst gehn, leise sagen wir auf Wiedersehn.“ Der Gemeindeausschuss St. Franziskus überreichte dem Dikaon schließlich mit den Worten „kostbar war die lange Zeit; danke, für deine unermüdliche Mitarbeit“ einen Reisegutschein zur Erholung von den Strapazen der letzten Tage und Wochen. Und auch für Weberbauers künftiges Wirken in der Pfarrei „Heiliger Johannes XXIII“ in Homburg-Erbach gab es viele gute Wünsche.

Weberbauers Einführung in der Kirche „Maria vom Frieden“ in Erbach findet am 27. Oktober um 11 Uhr statt.

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