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Vapiano verpflichtet Eric Gliemmo aus St. Ingbert als Head of IT

„Head of IT“ : Ein St. Ingberter startet bei Vapiano durch

Eric Gliemmo ist als Chef der Informatikabteilung zu dem Kölner Systemgastronomie-Unternehmen gewechselt.

Was macht man eigentlich nach einem Informatikstudium an der Universität des Saarlandes? Ganz klar: man wird „Pastaverkäufer“. So nennt sich jedenfalls Eric Gliemmo gerne mal im Scherz, wenn er seine neueste Tätigkeit beschreiben will. Der gebürtige St. Ingberter arbeitet nämlich inzwischen für die Systemgastronomen von Vapiano. Diese haben ihren Hauptsitz in Köln, aber bekanntlich auch eine Filiale in Saarbrücken. Gliemmo hat nun die Chance, als „Head of IT“, also Chef der Informatikabteilung des Unternehmens seine im Saarland erworbenen Kenntnisse in deren Dienst zu stellen. Dazu steht ein Umzug Richtung Zentrale in Köln an. Doch aus den Augen verlieren will Gliemmo sein Heimatbundesland natürlich nicht.

Der 28-jährige Informatiker hat sein Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium gemacht, war lange Zeit als Handballer in Ormesheim und später in Kirkel in der Saarlandliga unterwegs. An der Universität des Saarlandes hat Gliemmo Informatik und Mathematik studiert. Im Master setzte er schließlich den Schwerpunkt auf Wirtschaftsinformatik. Anschließend sammelte er erste Berufserfahrung bei TCPoss in Völklingen. Die Schweizer Firma entwickelt unter anderem digitale Kassensysteme – auch für Vapiano. So wurde der Kontakt zwischen Gliemmo und seinem jetzigen Arbeitgeber hergestellt. „Ich habe dort hauptverantwortlich Kassensysteme betreut, und wir werden natürlich weiterhin partnerschaftlich mit meinem ehemaligen Arbeitgeber zusammenarbeiten“, sagt der St. Ingberter.

Zu seinen Hauptaufgaben in Köln gehört nun, das bestehende IT-System des Unternehmens zu stabilisieren, sich um interne Belange zu kümmern und eine Hilfe-Hotline für die einzelnen Filialen, einen sogenannten „First-Level-Support“ einzurichten. „Ich will die IT-Abteilung auf gesunde Füße stellen. Das ist eine große Chance, aber auch eine Riesenherausforderung für mich“, sagt Gliemmo.

Neben diesen internen Aufgaben fallen regelmäßig Pilotprojekte an. Diese werden dann im Restaurant in Köln getestet und – sofern sie denn erfolgreich verlaufen – in anderen Filialen implementiert. Hier hat Gliemmo zwei Herzensprojekte, die er „mittelfristig nach Saarbrücken bringen“ will. Zum einen ist das die Einführung von sogenannten „Order-Points“, an denen Kunden ihre Bestellung und das Bezahlen über einen digitalen Bildschirm erledigen können. Damit sollen Wartezeiten reduziert werden. „Diese Dinge müssen natürlich zu hundert Prozent funktionieren, sonst verliert der Kunde die Lust“, weiß der Informatiker. „Außerdem ist das auch für die Mitarbeiter in den Filialen wichtig. Man darf die Nähe zu den Restaurants nicht verlieren.“ Denn: ein Pizzabäcker und ein Informatiker haben nicht viele Schnittmengen. „Dennoch arbeiten wir gemeinsam für die Gästezufriedenheit“, sagt Gliemmo. Ziel sei es, das Leben für die Gäste und für die Mitarbeiter leichter zu machen.

Und da kommt sein zweites Lieblingsprojekt ins Spiel. Eine weitere Möglichkeit zu bestellen und zu zahlen tragen die allermeisten Menschen inzwischen nämlich in Form ihres Handys mit sich herum. „Ich werde mich dafür stark machen, die Vapiano-App auch in Saarbrücken zu etablieren“, sagt Gliemmo. Mit dieser App kann man per QR-Scanner bezahlen ohne in der Schlange stehen zu müssen. Auch eine Bestellung ist so ganz bequem vom Tisch aus möglich. Die App ersetzt oder ergänzt also das bestehende Kartensystem. „Die Infrastruktur dafür besteht schon, sie wird nur nicht genutzt“, sagt Gliemmo. Wenn der Informatiker seinen neuen Job erfolgreich meistert, steckt bald in jeder handgemachten Vapiano-Nudel ein Stück St. Ingberter Technik-Know-How.