Urnenstelen für alle Stadtteile

Einen Blick in die Bestattungs-Zukunft warf der Ortsrat Hassel auf seiner jüngsten Sitzung. Inhaltlich drehte sich die gewohnt sachlich geführte Diskussion um die Urnenstelen auf dem Friedhof.

Der Ortsrat Hassel hat auf seiner jüngsten Sitzung vorsichtige Schritte in Richtung einer Urnenstele auf dem örtlichen Friedhof gemacht. Vorsichtig deshalb, weil das Landesverwaltungsamt noch darüber entscheiden muss, ob die Ausgaben als rentierliche Maßnahme genehmigt werden. Zur Erinnerung: Eine Maßnahme ist dann rentierlich, wenn die Kosten kurz-, mittel- oder langfristig wieder reingeholt werden. Im Fall einer Urnenstele würde das durch die Vermietung der einzelnen Kammern geschehen. Ortsvorsteher Markus Derschang (CDU) setzte sich zudem dafür ein, dass alle Ortsteile etwas von der für St. Ingbert noch neuen Bestattungsform haben. Zuletzt ging vielerorts die Befürchtung um, dass die Stelen nur auf dem Waldfriedhof und in Rohrbach aufgestellt würden. Diesem Vorhaben erteilte zuvor bereits der Oberwürzbacher Ortsrat eine einstimmige Absage (wir berichteten). Auch mit der Materialfrage beschäftigten sich die Politiker. Derschang befürwortete zunächst eine Sandstein-Ausführung nach Elversberger Vorbild, nahm nach der Gegenargumentation des SPD-Fraktionsvorsitzenden Albert Zitt Abstand davon. Zitt plädierte für die wesentlich pflegeleichtere Granit-Ausführung. Der einstimmig gefasste Beschluss las sich dann so: "Der Ortsrat vertagt die Entscheidung über Bruchsandstein oder Granit. Die Fachabteilung soll prüfen, welche Stelenart am ausgesuchten Standort sinnvoll ist." Als sinnvoll betrachtet der Ortsrat einige einheitliche Regeln. So soll nur eine einheitliche Schrift auf die Kammertüren, diese sollen außerdem nicht verändert werden dürfen.